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Olympia in Sotschi Sicherheit garantiert - Keine aktuelle Bedrohung


Einen Monat nach den Terroranschlägen von Wolgograd und trotz Drohungen von Islamisten beruhigen die Olympia-Organisatoren: Sie sehen in Sotschi keine akute Bedrohung für das Weltsportereignis.

Eine Woche vor dem Start der ersten Olympischen Winterspiele in Russland sehen die Organisatoren die Sicherheit in Sotschi für alle Teilnehmer garantiert. "Wir haben im Moment keine aktuelle Bedrohungslage", sagte Sicherheitschef Alexej Lawrischew am Donnerstag vor Journalisten im Olympiapark. "Die Lage ist unter Kontrolle", betonte er. Zu den Terrordrohungen von Islamisten sagte er, dass auch die Geheimdienste anderer Länder, die in Sotschi arbeiten, keine akute Gefahr sähen. Insgesamt seien 40.000 Sicherheitskräfte im Einsatz. Die Eröffnungsfeier ist am 7. Februar im Olympiastadion Fischt am Schwarzen Meer.

"Vertreter von 30 russischen Sicherheitsstrukturen sind im Einsatz, darunter vom Innen- und vom Verteidigungsministerium sowie vom Inlandsgeheimdienst FSB", sagte Lawrischew. Es gebe im Moment keine Terrorhinweise. Auch im benachbarten Konfliktgebiet Nordkaukasus, wo Islamisten mit Olympia-Attentaten gedroht hatten, sei die Lage unter Kontrolle. Besonders in der russischen Unruhe-Republik Dagestan hatte es zuletzt mehrere Anti-Terror-Einsätze gegeben. Dabei waren zahlreiche mutmaßliche Terroristen erschossen worden.

Zahlreiche Anträge für Demos in Protestzone

Terroristen hatten zuletzt in der russischen Großstadt Wolgograd Anschläge mit mehr als 30 Toten verübt. Das Nationale Anti-Terror-Komitee teilte mit, dass diese Blutbäder aufgeklärt und die beiden Selbstmordattentäter identifiziert worden seien. Die radikalen Islamisten, die im Konfliktgebiet Nordkaukasus für einen von Moskau unabhängigen Gottesstaat kämpfen, hatten sich zuvor in einem Video zu den Anschlägen bekannt.

Nach Angaben des russischen Innenministeriums gibt es für eine eigens eingerichtete Protestzone in Sotschi bereits mehrere Anträge. "Das Interesse an dem Bereich für Massenkundgebungen ist spürbar", sagte Anton Gussew vom Innenministerium. Als Beispiel nannte er Aktivisten, die "sich im Zusammenhang mit den Ereignissen in der Ukraine" äußern wollen. Prowestliche Regierungsgegner um den Boxchampion Vitali Klitschko fordern in der Ex-Sowjetrepublik mit teils gewaltsamen Protesten seit mehr als zwei Monaten einen Rücktritt des prorussischen Präsidenten Viktor Janukowitsch.

kng/DPA DPA

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