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Olympia 2018: Erstes Tor für koreanisches Frauen-Eishockeyteam - Puck kommt ins Museum

Es ist das bisher einzige Eishockey-Tor für Korea bei Olympia. Der Puck, mit dem das vereinigte Team des geteilten Landes den Treffer erzielte, kommt in die Hall of Fame nach Kanada - als ein Stück Eishockey-Historie.

Korea Olympiat eam

Sie schoss das historische Tor des vereinigten koreanischen Eishockeyteams gegen Japan: die Südkoreanerin Randi Griffin (2.v.r.) jubelt mit den Teamkolleginnen

Der Puck, mit dem das gesamtkoreanische Eishockey-Team der Frauen bei den Olympischen Winterspielen sein erstes Tor erzielt hat, soll in der Hockey-Ruhmeshalle in Toronto ausgestellt werden. Der stellvertretende Sportmanager für Hockey bei den Winterspielen in Pyeongchang, Martin Hyun, sagte der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap, er habe den Puck an einen Vertreter des Internationalen Eishockey-Verbands (IIHF) übergeben.

"Sie wussten bereits, dass das ein historischer Puck ist", wurde Hyun zitiert. Das Spielgerät werde jetzt an die internationale Hockey Hall of Fame in der kanadischen Großstadt übergeben. Hyun sagte, er habe sich den Puck rechtzeitig nach dem Tor beim Punktezähler gesichert. Wäre die Scheibe ins Spiel zurückgebracht worden, wäre sie vermutlich für immer verloren gewesen.

Das erste Tor erzielt eine Südkoreanerin

Das erste Tor des Teams Korea bei den Winterspielen erzielte die in den USA geborene und normalerweise für Südkorea spielende Randi Heesoo Griffin am Mittwoch im Match gegen Japan, das mit 1:4 verloren ging. Nach zuvor zwei 0:8-Niederlagen in der Vorrunde gegen die Schweiz und Schweden verpassten die Koreanerinnen die K.o.-Spiele.

Erstmals bei Olympia ist Korea dank einer Sondergenehmigung im Frauen-Eishockey mit einem Team aus Spielerinnen aus Nord- und Südkorea angetreten. Das vereinigte koreanische Eishockey-Olympiateam gilt als eines der Aushängeschilder der Spiele in Pyeongchang. Politiker aus Nord- wie Südkorea und Olympia-Funktionäre wie IOC-Präsident Thoams Bach feiern es als versöhnliches Symbol im Konflikt zwischen beiden Ländern. Kritiker sagen, dass die Sportlerinnen für politische Propaganda und hohle Friedenssymbolik missbraucht werden.

Koreanische Team ist sportlich chancenlos

Tatsache ist, dass das Korea-Team sportlich ohne jede Chance im Turnier ist. Die Nordkoreanerinnen schwächen es. Zudem wurden die Spielerinnen zusammengewürfelt, ohne jemals vorher gemeinsam auf dem Eis gestanden zu haben. Die Trainerin der südkoreanischen Nationalmannschaft, die US-Amerikanerin Sarah Murray, war zutiefst verärgert über die Maßnahme, als sie im Januar vor vollendete Tatsachen gestellt wurde. Und südkoreanische Spielerinnen, die von Nordkoreanerinnen ersetzt wurden und aus dem Kader flogen, waren ebenfalls nicht begeistert.

tis / DPA

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