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Olympia 2021 Ungenutztes Olympia-Essen landet im Müll – Organisatoren geloben Besserung

Japanische Essensboxen in einem Supermarkt
Japanische Essensboxen in einem Supermarkt
© artorn / Getty Images
Eigentlich sollten Zehntausende freiwillige Helfer bei den Sommerspielen in Tokio helfen. Doch weil es keine Zuschauer gibt, werden sie nicht benötigt – genau wie Proviant, das im Müll gelandet ist.

Bei den Olympischen Spielen sind massenhaft ungenutzte Lebensmittel im Müll gelandet. Wie das japanische Nachrichtennetzwerk JNN des Fernsehsenders TBS am Mittwoch berichtete, wurden an Wettkampfstätten wie dem Olympia-Stadion O-Bento genannte Lunchboxes, Reisbällchen und Brot in großen Mengen weggeworfen. Sie seien für die ursprünglich Zehntausenden eingeplanten Freiwilligen gedacht gewesen. Doch da wegen der Corona-Pandemie Zuschauer von den Spielen ausgeschlossen wurden, wurden viele der Freiwilligen überflüssig.

Ungenutztes Essen wird Tierfutter oder Energie aus Biomasse

Es sei versäumt worden, die Menge an Lebensmittellieferungen entsprechend anzupassen, hieß es. Ein Sprecher des japanischen Organisationskomitees räumte am Mittwoch das Problem ein. Allein am Tag der Eröffnungszeremonie wurden schätzungsweise 4000 Essenspakete weggeworfen. Wegen der hohen Arbeitsbelastung für die Volunteers hätten sie keine Möglichkeit gehabt, die Speisen zu essen, hieß es.

Man arbeite an einer Verbesserung der Lage, indem die Bestellungen besser auf den Bedarf abgestimmt würden, sagte der Sprecher. Das ungenutzte Essen sei zu Tierfutter verarbeitet oder zu Energie aus Biomasse verwertet worden. Japans Olympia-Macher hatten sich groß die Nachhaltigkeit bei den Sommerspielen auf die Fahnen geschrieben.

rw DPA

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