HOME

Stern Logo Olympia

Olympia: IOC hebt Sanktionen auf: Russland wieder Teil der olympischen Familie

Kurz nach dem Ende der Olympischen Spiele hat das IOC die Sanktionen gegen Russland aufgehoben. Während der Winterspiele in Pyeongchang sei es zu keinen weiteren Dopingfällen russischer Sportler gekommen.

Das Team "Olympische Athleten aus Russland" (OAR) kommt bei der Eröffnungsfeier in Pyeongchang ins Stadion. Die Sanktionen gegen Russland wurden jetzt aufgehoben.

Das Team "Olympische Athleten aus Russland" (OAR) kommt bei der Eröffnungsfeier in Pyeongchang ins Stadion. Die Sanktionen gegen Russland wurden jetzt aufgehoben.

DPA

Kurz nach dem Ende der Winterspiele in Pyeongchang ist Russland wieder Teil der olympischen Familie. Das Internationale Olympische Komitee hat die Sanktionen  aufgehoben. Weil es in Pyeongchang keine weiteren Dopingfälle russischer Sportler gegeben habe, sei die Suspendierung des Russischen Olympischen Komitees beendet, teilte das IOC mit. Als Strafe für den organisierten Sportbetrug bei den Heimspielen 2014 in Sotschi waren in Pyeongchang nur russische Einzelstarter ohne eigene Flagge und Hymne sowie in neutraler Teamkleidung zugelassen gewesen.

Diese Verbannung der Russen aus der olympischen Familie ist nun vorbei - allerdings mit leichter Verspätung. Eigentlich war vom IOC avisiert worden, dass Russlands Athleten bereits bei der Schlussfeier der Winterspiele am vergangenen Sonntag wieder mit ihrer Fahnen und in den nationalen Farben einmarschieren könnten. Doch nach den Dopingvergehen des Curling-Bronzemedaillengewinners Alexander Kruschelnizki und der Bobfahrerin Nadeschda Sergejewa wurde die Sperre verlängert.

"Umgang des IOC hat sich von 'schlecht' zu 'schlechter' entwickelt"

Von den führenden Anti-Doping-Agenturen war der Beschluss des IOC, die Bewährungsfrist für die Russen nur um wenige Tage auszuweiten, scharf kritisiert worden. "Das ist ein weiterer kurzlebiger Deal. Der Umgang des IOC bei diesem Thema hat sich von "schlecht" zu "schlechter" entwickelt", hieß es in einer Presseerklärung.

In der Affäre um die systematischen Manipulationen von Sotschi hatten die Russen zuvor kaum Zugeständnisse gemacht. Bis heute werden die Ergebnisse der Ermittler zum Sportbetrug bei Olympia 2014, von dem offensichlich eine Reihe russischer Sportler profitiert hatte, von den Russen nicht anerkannt. Erst kurz vor Fristablauf hatten die Russen die vom IOC geforderte Strafzahlung von 15 Millionen Dollar geleistet.

Platz 13 im Medaillenspiegel für Olympische Athleten aus Russland

In Südkorea waren 168 Sportler als Olympische Athleten aus Russland am Start. Sie gewannen zwei Mal Gold, sechs Mal Silber und neun Mal Bronze. Das bedeutete in der Nationenwertung nur Platz 13 nach dem ersten Rang von Sotschi 2014. Dennoch hatte Sportminister Pawel Kolobkow betont: "Unsere Athleten haben zum Wohl künftiger Athleten und zum Wohl der Zukunft des russischen Sports teilgenommen. Sie sind alle Helden, ohne Ausnahme."

Bei den kommenden Paralympics in Pyeongchang (9. bis 18. März) ist Russland durch 30 Athleten unter neutraler Flagge vertreten. Von den paralympischen Sommerspielen in Rio 2016 waren russische Sportler noch komplett ausgeschlossen gewesen. Diesmal folgte das Internationale Paralympische Komitee dem Beispiel des IOC. Das nationale Komitee Russlands wurde zwar ausgesperrt. Die 30 als sauber geltenden Athleten, davon fünf Guides, starten aber unter paralympischer Flagge auf spezielle Einladung. 

US-Kultserie: Die Simpsons lagen bei Olympia schon wieder richtig - ihre unglaublichen Vorhersagen
vit/DPA

Wissenscommunity