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Dele Alli: Tottenham-Profi wird für missglückten Corona-Witz angegriffen

Der englische Fußball-Nationalspieler Dele Alli hat sich mit einem Scherz über das Coronavirus blamiert. In einem Snapchat-Video machte er sich mit Mundschutz maskiert über einen mutmaßlich asiatisch-stämmigen Mann und das tödliche Virus lustig.


Nach einem Platzverweis versteckt sich Dele Alli in seinem Trikot

In einem auf Snapchat veröffentlichten Video hat sich Englands Nationalspieler Dele Alli über das Coronavirus lustig gemacht – mittlerweile entschuldigte sich der 23-Jährige öffentlich bei allen Chinesen.

Getty Images

Mit einem an einem Flughafen gedrehten Snapchat-Filmchen hat sich Englands Nationalstürmer Dele Alli am Wochenende blamiert. Wie britische Medien berichteten, war der 23-Jährige in dem Clip mit einem Mundschutz zu sehen. Zudem soll er einen asiatisch aussehenden Mann gefilmt und danach auf eine auf einem Tisch liegende Flasche mit Desinfektionsmittel geschwenkt haben.

Ein allerhöchstens witzig gemeinter Spruch über das derzeit weltweit grassierende Coronavirus setzte dem schlechten Gag noch die Krone auf. Alli hat das Video mittlerweile gelöscht und sich in einem weiteren Video für seinen spontanen Aussetzer entschuldigt.

Dele Alli filmte sich am Flughafen mit einem Mundschutz

Mit Mundschutz und Mütze filmte sich Dele Alli an einem Flughafen. "Das Virus muss schneller sein, wenn es mich kriegen will", schrieb der 23-jährige Fußballer unter anderem darunter.

"Das Virus muss schneller sein": Alli von sich selbst enttäuscht

"Es war nicht lustig, das habe ich gleich gemerkt und es [das Video] wieder gelöscht", gibt sich der Stürmer der Tottenham Hotspurs in dem auf der chinesischen Plattform Weibo veröffentlichten Video reumütig. Er habe sich selbst und seinen Klub enttäuscht, so Alli weiter. Und meinte damit wohl nicht nur das Video, sondern auch den sonderbaren Kommentar, den er hinzugefügt hatte. "Dieses Virus muss schneller sein, um mich zu kriegen", war – womöglich in Anspielung an seine Sprintstärke – neben dem Video zu lesen.  "Darüber sollte man keine Scherze machen", erklärte Alli nun einsichtig den mehreren Millionen Weibo-Usern in China und ganz Asien. Dazu schickte er seine "ganze Liebe, Gedanken und Gebete" an alle Chinesen.

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Kung-Fu und Mittelfinger: Alli und die Emotionen

Das missglückte Video war nicht der erste Aussetzer des 23-jährigen Offensiv-Talents. Im Februar 2017 flog er in einem Spiel der Champions League vom Platz, nachdem er seinen belgischen Gegenspieler mit einem Kung-Fu-Tritt niedergestreckt hatte. Wenige Monate später fiel Alli erneut unangenehm auf. Und auch dieses Mal hatte er seine Emotionen nicht im Griff. Weil er im Länderspiel gegen die Slowakei vor laufenden TV-Kameras den Mittelfinger gezeigt hatte, sperrte ihn die UEFA für ein Spiel.

Eine Sperre droht Alli nach seinem Corona-Video zwar nicht. Dafür dürfte er sich insbesondere bei den asiatischen Fußballfans trotz der Entschuldigung keine neuen Freunde gemacht haben. Am 19. Februar trifft Alli mit den Spurs an der heimischen White Hart Lane im Achtelfinale der Champions League auf RB Leipzig.

Quelle: "bbc.com"

js

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