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Australian Open: Haas feiert gelungenes Comeback

Aufatmen bei Thomas Haas: Die Schulter hält, die Spielfreude ist zurück, die zweite Runde bei den Australien Open ist geschafft. Gegen den Argentinier Eduardo Schwank hatte der Hamburger keine Probleme. Auch die anderen Deutschen überzeugten - nur zwei fielen aus der Reihe.

Thomas Haas hat bei den Australian Open ein starkes Comeback nach monatelanger Verletzungspause gefeiert. Der 30 Jahre alte Tennisprofi aus Hamburg gewann am Dienstag seine Erstrunden-Begegnung gegen den Argentinier Eduardo Schwank glatt mit 6:3, 6:3, 6:4. Haas trifft bei dem Grand-Slam-Turnier in Melbourne nun auf den Russen Dmitri Tursunow oder Flavio Cipolla aus Italien.

Dagegen sind Rainer Schüttler und Anna-Lena Grönefeld nach enttäuschenden Auftritten bereits in der ersten Runde gescheitert. Der 32 Jahre alte Schüttler verlor am Dienstag in Melbourne nach gutem Start gegen den Qualifikanten Dudi Sela aus Israel mit 6:1, 2:6, 4:6, 4:6. Der Wimbledon-Halbfinalist des vergangenen Jahres war beim ersten Grand-Slam-Tennisturnier des Jahres an Position 30 gesetzt. Auch Anna-Lena Grönefeld musste sich einer Qualifikantin geschlagen geben. Die 23 Jahre alte Nordhornerin unterlag Elena Baltacha aus Großbritannien klar mit 1:6, 4:6.

Zuvor hatte die deutsche Meisterin Kristina Barrois mit einem 6:7 (4:7), 6:2, 1:6 gegen die an Nummer vier gesetzte Russin Jelena Dementjewa knapp eine Überraschung verpasst. Damit sind bereits zehn deutsche Profis ausgeschieden. Dagegen erreichte Andreas Beck nach Philipp Kohlschreiber, Florian Mayer und Andrea Petkovic am zweiten Turniertag Runde zwei. Der 22 Jahre alte Qualifikant aus Stuttgart gewann gegen den Australier Colin Ebelthite locker in drei Sätzen 7:5, 6:1, 6:0 und trifft nun auf Jürgen Melzer aus Österreich.

Überzeugen konnten Sabine Lisicki und Tatjana Malek und haben die zweite Runde erreicht. Die 19 Jahre alte Lisicki setzte sich am Dienstag bei dem Grand-Slam-Turnier in Melbourne mit 6:4, 6:3 gegen die an Position 30 gesetzte Aleksandra Wozniak aus Kanada durch. Die Berlinerin trifft nun auf Samantha Stosur aus Australien oder die Tschechin Klara Zakopalova. Tatjana Malek gewann gegen die Japanerin Ayumi Morita 7:6 (7:4), 6:2. Die 21 Jahre alte Tennisspielerin aus Bad Saulgau spielt jetzt gegen den Sieger des russischen Duells zwischen Swetlana Kusnezowa und Anastasia Rodionowa.

"Das ist enttäuschend", sagte Anna-Lena Grönefeld. "Ich bin noch immer auf dem Weg zurück und habe noch einige Matches vor mir." Die Fed-Cup-Spielerin hatte im vergangenen Jahr nach langer Auszeit ihr Comeback mit dem überraschenden Achtelfinal-Einzug bei den US Open gekrönt. Gegen die in der Weltrangliste 63 Plätze tiefer notierte Britin Baltacha war Grönefeld als Nummer 71 der WTA-Ordnung allerdings chancenlos. "Ich habe nicht ins Spiel gefunden und keinen Ball getroffen", sagte die French-Open-Viertelfinalistin von 2006.

Ohne Probleme überstanden der Brite Andy Murray und Serena Williams aus den USA ihre Auftaktpartien. Murray profitierte bei eigener 6:2, 3:1-Führung gegen den Rumänen Andrei Pavel von der verletzungsbedingten Aufgabe seines Gegners. Der Schotte konnte damit bei Temperaturen von etwa 40 Grad Celsius Kräfte für das weitere Turnier sparen. Die an Position zwei gesetzte Serena Williams setzte sich gegen die Chinesin Yuan Meng mit 6:3, 6:2 durch.

DPA / DPA

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