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Basketball-EM in Litauen Frankreich stoppt deutschen Siegeszug


Rückschlag für die deutschen Basketballer. Das Team rund um NBA-Star Dirk Nowitzki kassierte gegen Frankreich eine klare Niederlage. Das Tor zur Zwischenrunde steht dennoch weiter offen.

Frankreichs Superstar Tony Parker hat den deutschen Basketballern bei der EM in Litauen die erste Niederlage zugefügt. Der Spielmacher von den San Antonio Spurs wirbelte die deutsche Mannschaft am Freitagabend beim 65:76 (28:29) praktisch allein durcheinander und stahl mit seiner Galavorstellung auch NBA-Champion Dirk Nowitzki die Show. Der Würzburger war mit 20 Punkten zwar erneut bester deutscher Werfer, konnte die deutliche Niederlage aber auch nicht verhindern. Damit verpasste das Team von Bundestrainer Dirk Bauermann den vorzeitigen Einzug in die Zwischenrunde.

Trotz der Lehrstunde haben Nowitzki und Co. nach den beiden Auftaktsiegen im litauischen Siauliai gegen Israel und Italien weiter gute Chancen auf das Weiterkommen. Im 57. Vergleich mit den Franzosen war es die 37. Niederlage für die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB). An diesem Samstag hat die deutsche Mannschaft spielfrei. "Das wird den Jungs gut tun. Das Programm mit fünf Spielen in sechs Tagen ist brutal", sagte Bauermann. Am Sonntag (20.00 Uhr/Sport 1) wartet dann mit den wie Frankreich noch ungeschlagenen Serben der nächste schwere Brocken.

Die Entscheidung gegen das deutsche Team fiel im dritten Viertel, das die Equipe Tricolore mit 29:12 für sich entschied und damit uneinholbar davonzog. Bauermann erkannte spätestens in dieser Phase, dass es für seine Mannschaft an diesem Tag nichts zu gewinnen gab und ließ Nowitzki und NBA-Center Chris Kaman längere Zeit auf der Bank.

Deutschland mit furiosem Start

Dabei hatte das deutsche Team zunächst einen furiosen Start hingelegt. Von den Strapazen des Kampfspiels gegen Italien am Vortag war anfangs nichts zu spüren. Vor allem Nowitzki und Kaman waren sofort auf Betriebstemperatur und sorgten gemeinsam für eine schnelle 11:2-Führung. Kaman spielte im Center-Duell mit dem 26 Jahre alten Joakim Noah, Sohn des ehemaligen Tennis-Stars Yannick Noah, seine größere Routine aus und dominierte in den ersten zehn Minuten unter den Körben.

Untergang nach der Pause

Doch Mitte des ersten Abschnitts fanden die Franzosen besser ins Spiel, auch weil in der DBB-Equipe außer Nowitzki und Kaman niemand traf. Erst Steffen Hamann mit zwei verwandelten Freiwürfen acht Sekunden vor dem Ende erzielte die ersten beiden Zähler, die nicht auf das Konto eines der beiden NBA-Stars gingen.

Bei den Franzosen drehte dagegen Parker immer mehr auf. Der 29-Jährige, schon vor der Partie von Nowitzki als "einer der besten Aufbauspieler der Welt" geadelt, war überhaupt nicht in den Griff zu bekommen. Schon zur Pause hatte Parker 15 Punkte auf dem Konto und sorgte so für eine knappe 29:28-Pausenführung der Franzosen. Da halfen auch zwölf Punkte von Nowitzki nichts.

Nach dem Seitenwechsel ging das deutsche Team dann phasenweise komplett unter. Parker machte mit der deutschen Defensive, was er wollte, und brach damit den Widerstand der nun sichtlich müden deutschen Riesen, denen auch im Schlussabschnitt nicht mehr viel gelingen wollte.

kng/DPA DPA

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