HOME

CHAMPIONS LEAGUE: Zidane bringt Real Madrid auf Finalkurs

Auf dem Weg ins Finale der Champions League schossen Zidane und MacManaman von Real Madrid zum 2:0 Endstand. Barcelona konnte keine Torchancen umsetzen.

Duell der Erzrivalen

Mit einem herrlichen Tor hat Zinedine Zidane den spanischen Rekordmeister Real Madrid in der Champions League auf Finalkurs gebracht. Der französische Fußball-Star erzielte am Dienstagabend beim 2:0 (0:0) im Halbfinal-Hinspiel beim FC Barcelona in der 55. Minute das Tor zur Führung. Der Brite Steve McManaman sorgte in der Nachspielzeit für die Entscheidung. Vor 100.000 Zuschauern im Stadion »Nou Camp« erspielten sich die Katalanen vor der Pause zwar Feld- und Chancenvorteile, konnten aber keine Tore erzielen. Madrid hat seit 19 Jahren kein Punktspiel mehr beim Erzrivalen in Barcelona gewonnen. Zum zweiten Halbfinal-Hinspiel empfängt Manchester United am Mittwoch den Bundesliga-Tabellenführer Bayer 04 Leverkusen.

Chancen für Barcelona

Die Barcelona-Anhänger im Hexenkessel »Nou Camp« sorgten sofort für Stimmung und trieben ihre Lieblinge nach vorn. Von Beginn an drängten die Katalanen auf die Führung; vor allem Patrick Kluivert und Luis Enrique sorgten mit gefährlichen Aktionen aus dem Mittelfeld für Gefahr. Kluivert hatte nach acht Minuten das 1:0 auf dem Fuß, scheiterte nach elegantem Solo aus zwölf Metern aber an Real-Torhüter Cesar Sanchez. Luis Enriques Kopfball nach Ecke des Brasilianers Fabio Rochemback landete an der Latte (13.); nach der Pause vergab er die Chance zum Ausgleich (56.).

Supertor durch Zidane

Die Madrilenen konnten in der Abwehrschlacht zunächst kaum für Entlastung sorgen und ließen sich weit zurück drängen. Lediglich Raul setzte ein Achtungssignal: Blitzschnell zog der Torjäger aus 20 Metern ab (14.), doch mit einem großartigen Reflex konnte Keeper Roberto Bonano einen Rückstand verhindern. Raul gab auch den Pass zum Führungstor, Zidane schlenzte die Kugel aus 10 Metern als »Bogenlampe« ins Netz; Bonano hatte noch die Finger am Ball. Die Real-Doppelspitze Raul/Guti wurde erst nach der Pause torgefährlich. Allein Guti (60./80.) hätte in dem Prestigeduell beim Stand von 1:0 vorzeitig alles klar machen können. Torschütze Zidane fiel in der ersten Halbzeit nur mit einer völlig berechtigten Gelben Karte durch den schwedischen Schiedsrichter Anders Frisk auf.

Wissenscommunity