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Radsport: Mit 54 km/h gegen eine Wand - Chris Froomes Frau Michelle fleht: "Bitte, denkt an ihn!"

Als Chris Froome die Hand vom Lenker nahm, erwischte ihn ein fataler Windstoß. Dann rauschte er in hohem Tempo gegen eine Wand. Nun bangen Familie und die Radsport-Welt um den vierfachen Tour-de-France-Champion.

Chris Froome - Tour de France Sieger nach Trainingsunfall schwer verletzt

Kämpf statt um den Tour-de-France-Sieg um seine Gesundheit und vielleicht um seine Karriere: Chris Froome

AFP

"Bitte, denkt an ihn!" Michelle Froome, Frau des verunglückten britischen Radsportprofis Chris Froome, bittet über den Twitter-Account ihres Mannes fast flehentlich um Beistand der Fans. Ihr Mann, der viermalige Tour-de-France-Gewinner, liegt nach einem schweren Trainingsunfall derzeit auf der Intensivstation des Universitätskrankenhauses in St. Etienne - mit multiplen Verletzungen. Dass der Brite nicht am bedeutendsten Radrennen der Welt im kommenden Monat teilnehmen kann, ist längst in den Hintergrund getreten. Nun geht es um seine Gesundheit, womöglich auch um seine Radsport-Karriere.

"Er ist in keiner guten Verfassung. Es gibt Stürze und schlimme Stürze, und das war ein schlimmer Sturz", sagte Ineos-Teamchef Dave Brailsford BBC Sport. Der 34 Jahre alte Rad-Star aus Großbritannien war am Mittwoch bei der sogenannten Streckenbesichtigung für das Zeitfahren bei der Critérium du Dauphiné in Roanne mit hoher Geschwindigkeit in eine Mauer gerast. "Wir haben uns seine Daten angesehen, es waren 54 km/h", sagte Brailsford.

Chris Froome - voll auf Genesung konzentrieren

Froome brach sich bei dem Unfall den rechten Oberschenkel, die Hüfte, den Ellbogen und einige Rippen. Zudem soll er bei dem Sturz das Bewusstsein verloren haben. Nach dem Sturz wurde der Brite zur Operation in die Uniklinik nach St. Etienne geflogen. Auch Froomes Frau Michelle sei nun bei ihm im Krankenhaus. Für die am 6. Juli beginnende Tour de France fällt Froome aus. "Nun muss er sich voll auf seine Genesung konzentrieren", sagte Brailsford.

Froome war am Mittwoch mit seinem Ineos-Teamkollegen Wout Poels in Roane zur Streckenbesichtigung unterwegs. Laut Brailsford ereignete sich der Unfall auf einer schwierigen Abfahrt. "Er signalisierte Wout, dass er seine Nase ausschnauben wolle, er nahm seine Hand vom Lenker. Dann traf ein Windstoß sein Vorderrad, er verlor die Kontrolle und fuhr direkt in die Wand eines Hauses."

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dho / DPA

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