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EISSCHNELLLAUF: Fieber: Gold-Anni sagt Weltcup-Auftakt ab

Das große deutsche Eis-Duell ist weiter aufgeschoben: Olympiasiegerin Anni Friesinger auf einen Start beim Weltcup-Auftakt am Wochenende in Hamar verzichten.

Das große deutsche Eis-Duell ist weiter aufgeschoben: Olympiasiegerin Anni Friesinger auf einen Start beim Weltcup-Auftakt am Wochenende in Hamar verzichten. Die Cup-Verteidigerin über 1500 m und 3000/5000 m plagt sich nach wie vor mit einem fiebrigen Infekt herum, der schon ihren Start bei den deutschen Meisterschaften am vergangenen Wochenende in Erfurt verhinderte. »Ich würde gern an den Start gehen, aber es macht keinen Sinn, wenn ich nicht hundertprozentig fit bin«, begründete die Inzellerin am Mittwoch ihre Absage.

Damit scheint in Norwegen der Weg frei für ihre große Konkurrentin Claudia Pechstein, die sich beim Saisoneinstieg in Erfurt bereits in respektabler Form präsentierte. »Ich kenne das. Es ist hart, einen Weltcup absagen zu müssen. Mir ist das auch schon so gegangen. Aber Gesundheit geht vor«, reagierte die Berliner Langstrecken-Spezialistin verständnisvoll auf die Absage.

Magen-Darm-Infekt

Bereits vor zwei Wochen hatte Anni Friesinger unter einem heftigen Magen-Darm-Infekt gelitten und seither mehr als drei Kilo Gewicht verloren. »Sie ist einfach nicht gesund. Und da macht es keinen Sinn, sich der Weltelite zu stellen. Anni hat nach ihrer Knie-Operation in dieser Saison ohnehin andere Ziele und konzentriert sich auf die Weltmeisterschaften in der zweiten Saison-Hälfte«, meinte Cheftrainer Helmut Kraus. »Es ist absolut vernünftig, jetzt nicht mit Krawall einen Wettkampf zu bestreiten«, fügte er hinzu.

Kranker Trainer

Kraus bestätigte, dass die Verletzung ihres Trainers Markus Eicher nicht den Ausschlag für die Weltmeisterin gegeben habe, Hamar abzusagen. Eicher hatte am Sonntag einen Bandscheibenvorfall erlitten und musste sich am Mittwoch einer Kernspintomografie unterziehen. Er hatte daher die Reise nach Hamar schon am Vortag abgesagt. »Es macht für Anni keinen Sinn hinterherzulaufen. Sie hat großen Trainingsrückstand, und sie will immer einen Vorderplatz«, meinte Eicher.

Bereits in Erfurt hatte Deutschlands erfolgreichste Eisschnellläuferin der vergangenen zwei Jahre über ständiges Unwohlsein geklagt und in ihrem Hotelzimmer sogar am Tropf gehangen. Ihren Weltcup-Einstieg plant die 25-Jährige nunmehr beim zweiten Weltcup in zehn Tagen in Erfurt (15.-17.11.). Doch auch dieser Termin ist auf Grund ihrer prekären gesundheitlichen Situation im Moment noch mit einigen Fragezeichen versehen.

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