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Handball: Martin Heuberger - Ruhe bewahren und nicht provozieren lassen

Vor dem Hinspiel in den WM-Playoffs hatte Bundestrainer Martin Heuberger noch gewarnt, am Ende feierte seine Auswahl einen Kantersieg gegen Bosnien und Herzegowina. Doch trotz des Vorsprungs von zwölf Toren warnt Heuberger im Interview davor, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen - zeigt sich jedoch entspannt.

Die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2013 in Spanien ist nach dem klaren Hinspielsieg der DHB-Auswahl gegen Bosnien und Herzegowina so gut wie in der Tasche. Dennoch hat Bundestrainer Martin Heuberger großen Respekt vor dem Rückspiel in Sarajevo. Im Interview auf dhb.de spricht er über die kommende Aufgabe.

Welchen Eindruck hatten Sie von Ihrer Mannschaft, als die Spieler zur Vorbereitung auf den zweiten Teil der WM-Qualifikation in Grassau in Bayern eintrafen?

Martin Heuberger: Die Jungs hatten nach dem Hinspiel zwei Tage frei und Zeit, sich ein wenig zu regenerieren. Auch am Ende dieser langen Saison sind sie im Training noch mit viel Euphorie bei der Sache.

Mit welchen Gefühlen reisen Sie am Wochenende zum Rückspiel nach Sarajevo?

Martin Heuberger: Ich bin froh, dass wir mit einem so klaren Vorsprung von zwölf Toren nach Sarajevo reisen können. Und ich verspüre eine gewisse Vorfreude auf die besondere Herausforderung, vor die uns diese Auswärtspartie stellt, verbunden mit dem Bewusstsein, dass unsere Spieler auch diese Aufgabe wieder beherzt angehen werden.

Welche Maßnahmen und Ziele geben Sie für die Partie im Hexenkessel der Olympic Hall Zetra vor?

Martin Heuberger: Ruhe bewahren, sich nicht auf Provokationen einlassen und sich auf das handballerische Können besinnen. Unsere Mannschaft hat sich mit der Höhe des Sieges im Hinspiel eine gute Ausgangsposition geschaffen. Wir werden hochkonzentriert in dieses Spiel gehen und wollen auch vor diesen frenetischen Zuschauern in Sarajevo als Sieger das Parkett verlassen. Eine solche Partie ist wichtig für die Entwicklung dieser Mannschaft.

Wo liegen die Schwerpunkte beim Training hier in Bayern?

Martin Heuberger: Die Trainingsumfänge sind denen der Vorwoche sehr ähnlich. Wir werden weiterhin das Athletiktraining mit Martin Zawieja und die Lifekinetik mit Stefan Kloppe vorantreiben und uns taktisch auf alle Eventualitäten vorbereiten.

Ihr früherer Mannschaftskollege Dragan Markovic, der Trainer von Bosnien und Herzegowina, ist ein Mann mit 1000 Ideen. Mit welchen taktischen Finessen rechnen Sie?

Martin Heuberger: Ich kenne Dragan ganz genau und weiß, dass er sich etwas Überraschendes einfallen lassen wird, um das Unmögliche noch möglich zu machen. Aber wir werden gewappnet sein.

Wie halten Sie die Stimmung hoch und welche gemeinsamen Aktivitäten sind noch geplant?

Martin Heuberger: Natürlich werden wir die Zeit hier in der Nähe des Chiemsees nicht nur in der Trainingshalle verbringen. Es stehen einige gemeinsame Unternehmungen auf dem Plan, so z.B. am Donnerstag eine teambildende Maßnahme. Zusammen haben wir auch das EM-Spiel unserer Fußballer gegen Holland im Fernsehen geschaut und kräftig die Daumen gedrückt.

sportal.de / sportal

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