HOME

Handball-WM: Deutsche Handballer deklassieren Bahrain

Die DHB-Auswahl hat auch im zweiten WM-Spiel locker gewonnen. WM-Neuling Bahrain wurde mit 20 Treffern Vorsprung deklassiert. Nun folgt das Schlüsselspiel gegen Ex-Weltmeister Spanien.

Die Reifeprüfung kann kommen. Deutschlands Handballer haben sich bei der WM mit der erwarteten Tor-Gala gegen Bahrain auf das Schlüsselspiel gegen Spanien an diesem Montag (18.30/ZDF) eingeworfen. Im zweiten Spiel der Vorrundengruppe A deklassierte die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) am Sonntag in Kristianstad den Neuling aus Asien mit 38:18 (20:9). Zwei Tage zuvor hatte der WM-Fünfte seinen Auftakt mit 30:25 gegen Ägypten gewonnen.

Vor rund 2000 Zuschauern in der Kristianstad Arena warfen Lars Kaufmann (9) sowie Christian Sprenger (7) die meisten deutschen Tore.

DHB-Auswahl tut sich zunächst schwer


Die deutsche Mannschaft tat sich gegen die quirligen, aber biederen Asiaten zunächst erstaunlich schwer. Abspielfehler, Unkonzentriertheiten und schwache Würfe sorgten für vermeidbare Ballverluste. So war Außenseiter Bahrain bis zum 8:6 (10.) noch immer nicht abgeschüttelt.

Doch nach und nach bekam das Team von Bundestrainer Heiner Brand sich und damit auch den Gegner in den Griff. Im Fünf-Tore-Rhythmus enteilte die DHB-Auswahl zuerst auf 13:6 (17.) und danach auf 18:7 (25.). Zuvor hatte der Favorit schon eine Schrecksekunde zu verkraften. Kapitän Pascal Hens musste nach dem Griff eines gegnerischen Spielers in den Wurfarm behandelt werden und wurde durch Lars Kaufmann ersetzt. Der Göppinger sorgte mit seinem dritten Treffer für den 20:9-Pausenstand.

Im Tordrang nicht zu stoppen


In der zweiten Halbzeit knüpfte die DHB-Auswahl nahtlos daran an. Vor allem die Kieler Links- und Rechtsaußen Dominik Klein und Christian Sprenger sowie Kaufmann waren in ihrem Tordrang nicht zu stoppen. Sie sorgten für das 29:11 (45.) gegen die überforderten Bahrainis.

Mit dem erwarteten Kantersieg ist die WM-Aufwärmphase für die deutsche Mannschaft vorbei. Nun folgen die dicken Brocken. Erst Ex- Weltmeister Spanien, dann Titelverteidiger, Olympiasieger und Europameister Frankreich am Mittwoch. Gerade der Kraftprobe mit Spanien kommt besondere Bedeutung zu. Gegen den Weltmeister von 2005 rechnet sich der Weltmeister von 2007 Chancen aus. "Die Spanier haben noch große Steigerungsmöglichkeiten. Sie sind vielleicht locker an den Aufgalopp herangegangen", sagte Brand angesichts des wenig überzeugenden 33:22 gegen Bahrain.

Die Partie gegen die Iberer ist das Schlüsselspiel, will die Mannschaft um Kapitän Hens die Chancen auf das Traumziel Halbfinale wahren. "Es wäre für uns optimal, wenn wir einen Bonuspunkt setzen. Für die Mannschaft wäre es gut, wenn wir ein Top-Team schlagen können", sagte der Hamburger. Die besten drei Mannschaften der Vorrunde qualifizieren sich für die zweite Turnierphase. Die gegeneinander gewonnenen Punkte werden dabei mitgenommen.

Martin Kloth/DPA / DPA

Wissenscommunity