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Mehr Sport Snooker - Woollaston siegt in Sheffield - Stevens in der Premier League


Nach der Kritik von Barry Hearn hat sich Ronnie O'Sullivan gemeldet und erneut betont, dass nur die großen Turniere für ihn eine Bedeutung haben. Doch immerhin reist der dreifache Weltmeister nach Fürth zum Paul Hunter Classic. Der Respotted-Blog gratuliert zudem Ben Woollastone, der das dritte PTC-Event gewann.

Im Mittelpunkt beim Respotted-Blog steht natürlich in dieser Woche das dritte PTC-Event in Sheffield. Und dort hat Ken Doherty erneut mit einer guten Leistung überzeugt und ist auf dem besten Weg, die oberen Gefilde der Weltrangliste nochmals anzugreifen. Immerhin hat es der Ire bis ins Achtelfinale geschafft, unterlag dort aber dem 24-jährigen Ben Woollaston - der wie Mark Selby aus Leicester kommt - glatt mit 0:4.

Und Woollaston hatte mit diesem Sieg noch lange nicht genug, bezwang im Viertelfinale Alan McManus mit 4:3 und schickte im Halbfinale Anthony McGill mit 4:0 nach Hause. Im Finale traf er auf Graeme Dott, der ein weitaus schwierigeres Programm zu absolvieren hatte. Der Pocket Dynamo räumte Ronnie O'Sullivan, Stephen Hendry und John Higgins aus dem Weg.

Und die Nummer elf der Welt ging natürlich als klarer Favorit in das Match gegen die Nummer 69 aus England. Woollaston ist im Prinzip seit der Saison 2004/05 als Profi unterwegs, fiel aber mehrmals wieder aus der Pro-Tour, konnte sich jedoch immer wieder zurückkämpfen. Und gegen Dott zeigte er eine klasse Leistung, gewann am Ende verdient mit 4:2.

Damit ist er nicht nur für das große Finale der PTC qualifiziert, sondern dürfte sicher auch im nächsten Jahr auf der Tour dabei sein. Sein Sieg war dabei so außergewöhnlich, dass ich nicht mal ein Foto von ihm auftreiben konnte. Das versuche ich dann bei Gelegenheit mal nachzureichen.

Stevens gewinnt erstes Premier League-Turnier

Matthew Stevens hatte kurz vor seiner Teilnahme beim dritten PTC-Event - und der Niederlage gegen Anthony McGill in Runde drei - die erste Runde der Premier League gewonnen. Bei dieser Serie gibt es zehn kleine Turniere und bei jeder Austragung kommen vier Profis zum Einsatz. Dabei geht es logischerweise schon mit dem Halbfinale los - best of 3. Matthew Stevens gewann zunächst mit 3:0 gegen Neil Robertson und dann mit dem selben Ergebnis auch gegen John Higgins im Finale.

Pro gewonnenem Frame gibt es einen Punkt und damit führt der Walisische Drache die Tabelle nun mit sechs Punkten vor Higgins an, der sich mit einem 3:0 gegen Jimmy White drei Punkte sicherte. White und Robertson bleiben damit punktlos. Am 1. September geht es weiter und dann trifft Jimmy White auf Mark Williams und Ronnie O'Sullivan bekommt es mit Shaun Murphy zu tun.

O'Sullivan ist dabei der erfolgreichste Spieler in der Premier League, denn gleich neunmal konnte er sich bislang den Titel sichern. Im letzten Jahr gewann er das Finale gegen Shaun Murphy und strebt in dieser Spielzeit seinen zehnten Triumph an.

Higgins bleibt ruhig

John Higgins peilt derweil die UK Championship an und macht sich keine Sorgen, dass seine schwachen Leistungen zu Saisonbeginn Auswirkungen auf seine Chancen haben, das prestigeträchtige Turnier zu gewinnen. Denn immerhin ist er amtierender Weltmeister und hält auch den Titel bei der UK Championship.

"Ich bin noch überhaupt nicht richtig dabei und habe auch noch nicht genug Arbeit in mein Spiel gesteckt", erklärte der Wizard of Wishaw gegenüber worldsnooker.com. "Nach der WM wollte ich auch ein wenig Zeit mit der Familie genießen und normalerweise beginnt die Saison ja auch nicht so früh. Auf der anderen Seite freue ich mich darüber, dass wir nun einen vollen Kalender haben."

O'Sullivan kontert Hearn-Kritik

Lustigerweise haben sich einige Profis ja eben zu diesem Thema geäußert und erklärt, dass nun nicht genügend Zeit vorhanden wäre, um eben die Familie oft genug sehen zu können. Letzte Woche hatte ich darüber geschrieben, dass Barry Hearn sich echauffiert hatte, da Spieler wie jener John Higgins oder auch Matthew Stevens nicht mit nach Brasilien zum dortigen Masters fliegen.

Ronnie O'Sullivan hat sich nun via Twitter zu diesem Thema geäußert und ist ein wenig auf Konfrontationskurs zu Hearn gegangen. "Es wird ein fantastisches Snooker-Jahr, denn viele Spieler sind gut in Form. (...) Dabei geht es nur um die großen Ereignisse: Weltmeisterschaft, UK Championship und das Masters." Da bin ich auf die Antwort - falls sie denn kommt - von Hearn gespannt.

Zum Golfen bleibt aber trotzdem, zumindest für die schottischen Snooker-Spieler, noch genügend Zeit. Denn morgen findet im The Earl of Mar Golf Club in Glasgow der Scottish Snooker Golf Day statt. Mit dabei sind John Higgins, Graeme Dott, Alan McManus, Anthony McGill, Marcus Campbell und Stephen Maguire. Bei dem Turnier geht es auch darum, Geld für den Juniorenbereich zu sammeln - eine durchaus lobenswerte Geschichte.

Stars bei Lasse im Club

Lohnenswert ist auch die Teilnahme an einer Aktion, die Lasse Münstermann gerade plant. In der kommenden Woche wird es wohl auch Neuigkeiten dazu geben, warum er nicht an den PTC-Events teilnimmt. Ein Grund könnten die Planungen für ein ganz besonderes VIP-Event in seinem Snooker-Club sein.

Denn dort ist bei der ersten Austragung Andy Hicks zu Gast und maximal 20 Teilnehmern wird dabei ein Grundkurs in Sachen Technik und Spielverhalten gegeben. Falls Euch das interessiert, empfehle ich einen Besuch auf seiner Homepage. Allerdings kostet der Spaß knapp 200 Euro.

Auf nach Fürth

Weniger wird ein Besuch beim vierten PTC-Event kosten - dem Paul Hunter Classic. Das Turnier in Fürth beginnt an diesem Mittwoch, und wie es aussieht, ist auch Ronnie O'Sullivan mit dabei. Snookermania.de zitiert den dreifachen Weltmeister mit den Worten:

"Ich war schon lange nicht mehr in Deutschland, und ich freue mich darauf, wieder dorthin zurückzukehren. Ich kann mich noch gut erinnern, dass die Fans dort mit viel Begeisterung dabei sind. In der vergangenen Saison hatte ich familiäre Probleme, weswegen ich viele Turniere auf dem Kontinent absagen musste, aber ich hoffe, dass damit Schluss ist.

Ich habe noch bei keinem PTC-Event auf dem europäischen Festland gespielt, und darum freue ich mich schon sehr darauf. Das Paul Hunter Classic gibt es schon seit vielen Jahren, und mir wurde gesagt die Halle ist fantastisch, und dass die Zuschauer echte Snookerexperten sind und für eine tolle Atmosphäre sorgen."

Na dann, auf nach Fürth.

Gunnar Beuth

PS: Wer hat sich letztes Jahr beim Paul Hunter Classic kennengelernt? Ben Woollaston und seine Frau.

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