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NBA-Finals: L.A.-Albtraum

Es stand 2:1 für die Boston Celtics in der "Best of Seven"-Serie des NBA-Finales. Die Los Angeles Lakers mussten Spiel 4 zuhause gewinnen, um noch eine realistische Chance auf den Titelgewinn zu wahren. Am Anfang sah auch alles noch prächtig aus für Team Hollywood. Dummerweise gab es das berüchtigte dritte Viertel der Celtics.

Von Helmut Werb, Los Angeles

Alles war wieder gut im Land des Botox-Lächelns. Hollywoods Starparade um Jack Nicholson, Justin Timberlake und (siehe da!) David Beckham konnte aufatmen - mindestens noch zweimal kann die Film-Elite ihre Gratisplätze absitzen an der Seitenlinie der Arena in Downtown Los Angeles. Die Lakers hatten im dritten Spiel der NBA Finalrunde mit ihrem deutlichen Comeback nach zwei verlorenen Partien gegen die Boston Celtics sicher gestellt, dass das Staples Center mindestens noch zweimal alle Plätze ausverkaufen durfte - und das bei Preisen, die rein theoretisch bei runden 400 Dollar anfingen (wenn man Glück hatte). Auf dem Schwarzmarkt gingen selbst die Sitze unter dem Hallendach für über 2500 Dollar an den wohlbetuchten Lakers-Fan, "Ringside" wurden - ganz offiziell - 22.000 Dollar verlangt. Von Normalsterblichen. Kein Platz war frei.

Hinter den Kulissen des Hollywood-Teams hingegen brodelte es gewaltig. Die Gerüchteküche, eh eine Spezialität in der Filmstadt, kochte über mit vermeintlichen Drohungen des Superstars Kobe Bryant, das Team sofort nach Ende der Finalrunde zu verlassen, sollte die Mannschaft nicht bessere Leistungen erbringen. Etwas Wahres war schon dran - den Sieg im dritten Spiel sicherte vor allem Bryant, mit ein wenig Hilfe vom "superben Serben" Sasha Vujacic. Lamar Odom und der Spanier Pau Gasol glänzten davor durch spielerische Abwesenheit. "Unser Gesprächsthema war einzig und allein die unmittelbare Zukunft", wiegelte der L.A.-Super-Bryant ab. "Wir müssen die nächsten beiden Spiele gewinnen, um in Boston überhaupt noch eine Chance zu haben."

Aber auch bei den Boston Celtics war die Welt nicht ganz in Ordnung, Kevin Garnett und Paul Pierce, Held des ersten Spieles, enttäuschten die Erwartungen des ehrgeizigen Coachs Doc Rivers. Hinzu kam, dass Rajon Rondo, der 22-jährige Guard der Celtics, sich beim letzten Spiel den Knöchel verletzte und sein Einsatz am Morgen noch fraglich war. "Er ist einer unserer wichtigsten Spieler im Augenblick", bauschte Rivers den Fall wohl auch psychologisch auf, denn Rondo schaffte in den Partien zuvor zwar eine gute Defensivleistung, machte aber nur vier Punkte im Spiel in L.A.

Hausherren beginnen stürmisch

Rondo spielte, aber einen großen Unterschied schien es nicht zu machen, denn die Standpauke Kobe Bryants hatte gewirkt: Die Lakers begannen das Spiel mit einem wahren Feuerwerk. Sie spielten aggressiv, erkämpften Fouls und lagen schon nach zwei Minuten mit 7:2 in Führung. Die Hektik des Spiels färbte auch auf den Boston Coach Rivers ab, der ein technisches Foul verpasst bekam, nachdem er einen Schiedsrichter angeschrien hatte. Die bisher schmerzlich vermissten Gasol und Odom hingegen spielten wie entfesselt, allein in den ersten vier Minuten des Spiels verwandelte Odom vier seiner vier Würfe aus dem Feld, und nach einem herrlichen Dreier von Vladimir Radmanovic führte Los Angeles mit 16:6. Boston geriet, vom Sturmlauf des Gegners offensichtlich beeindruckt, ins Schwimmen und wurde von den brilliant aufspielenden Lakers förmlich gegen die Arena-Wand gespielt.

Nach zwölf Minuten führten die Lakers mit 35:14, dem größten Vorsprung, der jemals in einem ersten Viertel der NBA-Finals erzielt worden war. Doc Rivers bekniete seine Jungs in der Pause mit gebetsartigen Aufmunterungen: "Wir müssen ins Spiel kommen", war die einzige Antwort, die der Boston-Coach auf den Sturmlauf des Gegners finden konnte.

Das zweite Viertel begann, wie das erste endete. Die Lakers schienen das Spiel ihres Lebens zu spielen, und keinen der 19.000 Zuschauer hielt es auf den Sitzen. L.A. führte Boston auch dann vor, wenn sich Kobe eine der wenigen Auszeiten auf der Bank gönnte. Besonders ein Mann strahlte im zweiten Viertel - der blutjunge Trevor Ariza schien den Teamchef überstrahlen zu wollen. Odom erreichte mit sieben Treffern bei sieben Versuchen eine Hundertprozent-Quote. Bei den Celtics lief dagegen nichts zusammen. Selbst Sam Cassell, die antike Wunderwaffe der Celtics, verfing sich in der Abwehrmauer von Los Angeles.

Die gefürchtete Defensive Bostons war offensichtlich in der Kabine geblieben, und auf dem Gesicht des Laker-Coachs Phil Jackson zeichnete sich ein sanftes Lächeln ab. Erstaunlicherweise hatte zu diesem Zeitpunkt auch Bryant noch keinen einzigen Wurf aus dem Spiel heraus verwandelt, aber seine - diesmal - mannschaftsdienliche Arbeit hatte die Überlegenheit zementiert. Zum Ende der ersten Hälfte stand es 58:40 für Los Angeles, Kobe hatte immer noch keinen Korb vom Feld getroffen, dafür waren Gasol und Odom mit zusammen 25 Punkten erfolgreich. Odom alleine hatte acht Rebounds geholt. Selbst der Ex-Laker James Worthy staunte nicht schlecht über die Leistung der gesamten Mannschaft: "Dieses Mal schaffen sie es als Team!", woraufhin die ersten der verwöhnten kalifornischen Zuschauer die Arena verließen, um dem üblichen Verkehrsstau zu entgehen.

Celtics kommen mit Volldampf aus der Kabine

Das war vielleicht auch gut so, denn das dritte Viertel gehörte in allen bisherigen Spielen der Endspielserie den Celtics. Auch dieses Mal kam Boston mit Volldampf aus der Kabine. "Ihr müsst das Spiel machen", wiederholte sich Doc Rivers in der Kabine, aber diesmal wirkte es. In zwei Minuten verkürzten die Celtics den Rückstand auf zwölf Punkte, und am Ende von 36 Spielminuten stand es nur noch 71:73 für die Lakers. Die Zuschauer waren geschockt, und Phil Jackson wunderte sich vor den Kameras der übertragenden Fernsehgesellschaft: "Wie haben die das nur geschafft?"

Der L.A.-Alptraum setzte sich im vierten Viertel fort. Die Lakers verpassten neun Fieldgoals in Serie, als Boston zu seinem körperbetonten Spiel zurückfand. Nach zwei Minuten stand es 73:73 unentschieden! Kobe Bryant und Paul Pierce lieferten sich einen der besten Kämpfe der NBA-Neuzeit und zeigten Basketball, wie es besser einfach nicht geht. Bostons Defensive stand wie eine Mauer, aber die Celtics schafften es trotzdem nicht, in Führung zu gehen. Dann endlich, vier Minuten vor Schluss platzte der Knoten. Nach einem Klasse Dreier von James Posey übernahm Boston zum ersten Mal im Spiel die Führung. Sie gewannen offensive und defensive Rebounds. Ray Allen und Kevin Garnett von Boston erzielten zwei Traumkörbe, und L.A.'s "Zen Meister" Phil Jackson geriet in der Auszeit zum ersten Mal öffentlich aus der Fassung: "Wir werfen das Spiel weg", schrie er sein Team an.

Kobe bäumte sich noch einmal auf, doch die Lakers standen unter Schock. Boston gewann in Los Angeles ein sensationelles - und eigentlich schon verloren gegangenes - Spiel mit 97:91 Punkten, nachdem sie einen Rückstand von 24 Punkten aufgeholt hatten. Die Lakers-Fans blieben - erstaunlicherweise - lange und stumm auf ihren luxuriösen Stühlen, während in Boston die Celtic-Fans auf der Straße tanzten. Das nächste - und letzte - Heimspiel der Lakers am kommenden Sonntag ist damit zum wahren "Do or die"-Spiel für die Favoriten geworden: Nun müssen sie alle Spiele gewinnen, und die letzten zwei finden in Boston statt.

Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(