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NBA-Finals: Pierce, der grüne Superheld

Im Banknorth Garden in Boston begann die Endspielserie der NBA mit einem deutlichen Sieg der Boston Celtics gegen die Los Angeles Lakers. Die Underdogs aus Boston hatten in diesem Basketball-Krimi einen Superhelden auf ihrer Seite. Die Lakers nur Kobe Bryant.

Von Helmut Werb, Boston

Es ist als hätte Deutschland seit zwölf Jahren nicht mehr gegen Holland gespielt, und dann treffen die Erzfeinde ausgerechnet im Endspiel aufeinander. Man stelle sich vor, die deutsche Fußball-Meisterschaft würde – wie in uralten Vor-Bundesliga-Zeiten – in einem Endspiel ausgerechnet zwischen Schalke und Dortmund ausgefochten. Die Rivalität zwischen den Basketball-Teams der Boston Celtics und der Los Angeles Lakers übertrifft solche Fantasiespiele noch um einiges.

"Das ist Feindschaft", sinnierte Lakers-Altstar Magic Johnson vor dem Spiel im Banknorth Garden in Boston, dem ersten der sieben Endspiele um den Pokal mit der riesigen Silberkugel. Die Celtics gegen die Lakers, Larry Bird gegen Magic Johnson, Wilt Chamberlain gegen den Rest der Welt. Zum elften Mal in der Geschichte der NBA stehen sich die verfeindetsten Teams des Basketballs gegenüber, mit den Lakers als dem großen Favoriten, und den Celtics, die noch in der letzten Saison mit nur 24 Siegen die schlechteste Mannschaft der Liga waren, in der klaren Außenseiterposition.

Zwar hatten sie sich unter ihrem Coach Doc Rivers in diser Saison zum besten Team der Liga mit 66 Siegen hochgearbeitet, aber gegen die Lakers trauten die Experten den "Grünen", wie sie wegen ihrer traditionellen Trikotfarbe genannt werden, keine große Chance zu. Kobe Bryant, L.A.’s unbestrittener Superstar, MVP (Most Valuable Player) der gesamten Saison, würde die Celtics schon auseinandernehmen, wetteten die Tippsters in Las Vegas. Trotzdem: Das Star-Aufgebot der Lakers unter Trainer Phil Jackson, der immerhin schon neunmal den Titel gewinnen konnte, mit der besten Offensive der Liga, gegen die Underdogs mit der besten Verteidigung der Liga – es ist das Traumfinale des Sports. "Die Lakers haben den besten Angriff und mit Kobe Bryant den besten 'Closer' der Liga", spekulierte Jeff Van Gundy, ehemaliger Coach der New York Knicks und der Rockets im Fernsehen, und sagte flockig einen Lakers-Sieg in fünf der sieben Spiele voraus.

Grund genug hatte der gute Mann. Immerhin waren die Lakers mit Volldampf durch die Endrunde gestürmt und hatten am Ende noch den Titelverteidiger, die San Antonio Spurs, mit vier zu eins Spielen vollkommen schamfrei aus den Finalkämpfen geworfen. Die Celtics hingegen mussten sich mühsam durch jeweils sieben Spiele gegen Atlanta und Cleveland durchkämpfen, und warfen zum Schluss die favorisierten Detroit Pistons in sechs Spielen aus dem Kampf um den Pokal. Doch Boston ist ein unberechenbarer Hexenkessel, selbst wenn nicht mehr im alten, nicht-klimatisierten Boston Gardens gespielt wird, einer überdimensionierten Sauna, in der oft Teperaturen von über 45 Grad gemessen wurden, und die Gegner schon vor dem Anpfiff fertig waren.

Eine Stunde vor dem Spiel hatten die Bostoner angefangen, sich mit dem Kampfruf "Beat L.A." in der Arena ununterbrochen warm zu schreien. Und so begann das Spiel auch erst einmal äußerst nervös. Zwar eröffnete der Spanier Pau Gasol, der erst vor kurzem von Memphis nach Los Angeles gewechselt war, den Reigen in der ersten Minute mit einem Treffer, aber so richtig kamen die Lakers – und vor allem Superstar Kobe Bryant – nicht ins Spiel. Kevin Garnett, der neue Star der Celtics, wurde zwar abwechselnd von Lamar Odom und Pau Gasol gedeckt, aber die beiden konnten die Führung der Celtics in der vierten Spielminute nicht verhindern.

Bostons Aufgebot war seinerseits offensichtlich von den Lakers eingeschüchtert, und versuchte dem Gegner durch extrem harten Einsatz den Schneid abzukaufen. Das funktionerte anfangs ganz prima: Sieben Minuten brauchte Kobe Bryant, um seinen ersten Korb zu treffen. Ray Allen, ein weiterer Boston Starspieler, setzte sich gegen den am Anfang erschreckend schüchternen Slowenen Vujacic nach Lust und Laune durch. Bryant hingegen kämpfte gegen konstante – und knochenharte – Doppeldeckung der Bostoner. "Er hat halt ein paar Schüsse verfehlt", wiegelte L.A. Coach Phil Jackson nach dem ersten Viertel ab, als Los Angeles mit 21:23 knapp hinten lag. "Wir tasten uns erst noch ab, wir sind noch nicht so richtig im Spiel." Das konnte man so zweifelsfrei behaupten.

Der Star des zweiten Viertels war der 38jährige Sam Cassell aus Boston, der Los Angeles aus seiner Zeit bei den L.A. Clippers kennt. Während die Lakers noch eine Zeitlang mit enormer Schussschwäche zu kämpfen hatten, fanden die Celtics langsam zu ihrem Rhythmus. Bis zur siebten Minute des zweiten Viertels, als Kobe einen Traumpass auf Gasol spielte, der den Ball locker einlegte. Danach kamen die Lakers besser ins Spiel. Besonders Derek Fisher, der kleinste unter den Lakers, spielte begnadete Defense und trieb das Spiel immer wieder nach vorn. Mit 13 Punkten führte er die Lakers an, die die erste Hälfte mit 51:46 für sich verbuchen konnten. "Es hat ein wenig gebraucht, bis wir ins Spiel kamen", untertrieb Kobe in der Halbzeitpause, nachdem er in den ersten zwei Vierteln grade mal acht Punkte geworfen hatte. Magic Johnson, als Kommentator beim TV-Sender ABC unter Vertrag, sah das etwas klarer. "Mich überrascht, dass das Spiel so ausgeglichen ist."

Mit Beginn der zweiten Hälfte schien sich die Routine der Lakers durchzusetzen, bis Paul Pierce von den Celtics durch einen herrlichen Dreipunkte-Korb Boston erneut in Führung brachte. Lamar Odom verlor sich hinter Garnett, wenigstens schien Kobe sich endlich aus dem Griff der Doppeldeckung befreien zu können und zu seinem Spiel zu finden. Nach vier Minuten des dritten Viertels stand das Spiel mit 58:58 auf der Kippe.

Dann verletzte sich Pierce nach einem genialen Solo von Bryant schwer am Knie und musste den Court auf einem Rollstuhl verlassen. Nur wenige Minuten später erwischte es mit Kendrick Perkins den zweiten Celtics Spieler, und der "Beat L.A." Schlachtruf der Zuschauer wich einer Grabesstille im Garden.

Kurz darauf entwickelte sich das Spiel zu großem Theater, das einer heldenhaften Hollywood-Produktion allen Ruhm gemacht hätte: Pierce taucht gegen den Rat der Teamärzte wieder am Spielfeldrand auf und lässt sich trotz seiner Verletzung einwechseln. In der Arena bricht ohrenbetäubender Jubel aus, und bevor die NBA Rocky-Version voll durchschlagen kann, fordert Lakers Coach Jackson eine der intelligentesten Auszeiten ein, um weiteren Flurschaden zu vermeiden. Leider – für die Lakers jedenfalls – half ihm das auch nicht sehr viel. Pierce begann das Spiel seines Lebens, er trieb seine Kollege immer weiter an, traf alle Körbe und riss das Spiel durch zwei Drei-Punkte-Würfe innerhalb zwei Minuten zu Gunsten der Celtics herum. Zum Ende des dritten Viertels führten die Celtics mit 73:77 Punkten.

Die Lakers schienen auch im vierten Viertel geschockt. Boston konnte die Führung bis auf acht Punkte ausbauen, vielleicht auch weil Phil Jackson überraschenderweise die erste Garnitur der Lakers auf der Bank ließ. Luke Walton, Ronny Turiaf und Sasha Vujacic konnten das Spiel allerdings nicht mehr drehen. Mit nur noch drei Minuten auf der Uhr besannen sich die Celtics auf ihre alte Stärke, die Defensive, mit der Folge, dass die Lakers siebenmal in Folge das Netz verpassten. Eine Minute vor Schluss lagen die Lakers mit 88:96 hinten. Siebzehn Sekunden vor Schluss hätte es – zumindestens theoretisch – die Gelegenheit gegeben, den Vorsprung nochmal aufzuholen, aber die Lakers verpennten es, den Gegner taktisch zu faulen, und verloren das Spiel gegen die überraschend starken Bostoner mit 88:98. Paul Pierce, der eindeutige Held des Spieles, schaffte 22 Punkte und wurde unter dem frenetischen Jubel der Zuschauer zum MVP des Spieles gewählt, Bostons Starspieler Kevin Garnett brachte es auf 26, und der am Schluss deutlich besser spielende Kobe Bryant immerhin noch auf 24.

"Wir haben das Spiel vielleicht ein wenig verschlafen", gab Phil Jackson nach dem Spiel zu. Die Spielpause zwischen dem letzten San Antonio-Spiel und dem ersten Finaltreffen sei doch ein wenig zu lange gewesen, aber er wolle keine Ausreden suchen, die Celtics hätten einfach intensiver gekämpft. Kobe Bryant sah das Ergebnis gelassen. "Am Sonntag ist das zweite Spiel", lächelte er etwas verkrampft.

Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(