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NBA: Nowitzki ist zurück in der Erfolgsspur

Die Mavericks sind wieder auf Kurs: Angeführt von Dirk Nowitzki strebt der Titelverteidiger in der NBA den Playoffs entgegen. Mit einem knappen Sieg gegen die Portland Trail Blazers festigten die Mavs den sechsten Platz in der Western Conference.

Die Dallas Mavericks haben den nächsten Pflichtsieg eingefahren und sich von den Verfolgern im Rennen um die Playoff-Ränge absetzen können. Bei den Portland Trail Blazers gab es einen am Ende doch sehr knappen 97:94-Erfolg, bei dem die Mavericks zwar früh die Kontrolle übernahmen, nach einer Schwächephase im letzten Viertel allerdings nochmals zittern mussten.

Die Ausgangslage war klar: Es musste ein Sieg her, schließlich geht es am Sonntag zunächst gegen die Lakers, bevor Duelle mit den direkten Konkurrenten Utah und Houston auf dem Programm stehen. Die Mavericks mussten zwar auf Spielmacher Jason Kidd verzichten, dem Coach Carlisle für das dritte Spiel in vier Tagen frei gegeben hatte, aber auch Portland hatte durch den verletzungsbedingten Ausfall von LaMarcus Aldridge eine große Lücke zu schließen.

Mavs mit Blitzstart zur überlegenen Drei-Viertel-Vorstellung

Die Mavericks kamen aber von Beginn an besser mit der Situation zurecht. Ein starkes erstes Viertel, besonders von Dirk Nowitzki, der sich keinen einzigen Fehlwurf leistete und allein im Auftaktviertel zehn Punkte erzielen konnte, brachte die Mavericks nach 12 Minuten mit 14 Punkten in Front – ein Vorsprung, den Dallas nicht mehr hergeben sollte.

In der Folge waren es vor allem Kidds Ersatz Delonte West sowie der einmal mehr von der Bank kommende Brendan Wright, die Portlands Versuche, wieder ins Spiel zu finden, immer wieder mit wichtigen Körben unterbanden. West war überall auf dem Feld zu finden, und Wright scheint zusammen mit Shawn Marion eine vor allem defensiv optimale Besetzung der Forward-Positionen darzustellen, sobald Nowitzki seine Auszeiten bekommt.

Wright und Marion mit starker Defense

Hatte man nach dem Transfer von Tyson Chandler und der Suspendierung von Lamar Odom noch gerätselt, wie man vor allem defensiv und unter den Körben die Intensität der letzten Saison wieder herstellen könnte, scheinen Marion und Wright die Lösung zu sein. Allein 22 Rebounds konnten die beiden Forwards unter sich aufteilen, und immer wieder klappte das Wechselspiel, den Passempfänger zuzustellen, während der Partner den Wurf von außen verteidigte, glänzend.

Doch auch offensiv finden die Rollenspieler der Mavs immer mehr ihren für die Playoffs dringend benötigten Rhythmus. Nowitzki kam als Topscorer auf 24, Delonte West auf 21 und Shawn Marion auf 17 Punkte.

Da war es sogar zu verkraften, dass Jason Terry, eigentlich der zuverlässigste Bankspieler der Mavericks, bis Mitte des dritten Viertels nicht einen einzigen seiner 8 Wurfversuche verwandelt hatte – und dass die Mavericks sich im vierten Viertel viel zu früh aus dem Spiel verabschiedeten, einen 16-Punkte-Vorsprung fast noch verspielten und am Ende nur über zwei starke Defensivaktionen von Wright zum Sieg kamen.

Konkurrenz hilft den Mavs aus

Neben dem eigenen Sieg durften sich die Mavericks darüber freuen, dass die Konkurrenz fast ausschließlich für Dallas spielte. Zunächst verlor Utah Jazz sein Spiel bei den New Orleans Hornets mit 85:96, und auch die Houston Rockets erwischten keinen guten Abend. Das 105:112 gegen die Phoenix Suns, bei denen sechs Spieler zweistellig punkten konnten und Nowitzkis guter Freund Steve Nash mit zehn Assists einmal mehr eine sehr gute Leistung zeigte, verringerte den Vorsprung der Rockets auf die Suns auf nur ein Spiel und ermöglichte den Mavs, ihren Vorsprung auf Platz neun auf 2,5 Spiele auszubauen.

Da auch die Denver Nuggets sich bei den Los Angeles Lakers eine 97:103-Niederlage einfingen, dürfen die größten Optimisten ihren Blick nun sogar wieder auf Platz fünf lenken, anstatt weiter um die Qualifikation zu bangen. Auf Rang fünf, auf dem zur Zeit die Memphis Grizzlies stehen, müsste man sich in der ersten Runde mit den LA Clippers messen, anstatt sofort in einem Rematch der Playoffs vom letzten Jahr gegen die Lakers antreten zu müssen.

Howard mit Bandscheibenvorfall – The Magic is gone

Einen herben Rückschlag für ihre Playoff-Hoffnungen musste die Orlando Magic hinnehmen. Hatte man unter der Woche noch gehofft, die Verletzung von Dwight Howard wäre ein eingeklemmter Nerv am Rücken, haben sich die schlimmsten Befürchtungen jetzt bewahrheitet. Howard, der für eine zweite Meinung zu einem Spezialisten nach Los Angeles gereist war, wurde mit einem leichten Bandscheibenvorfall diagnostiziert und wird vermutlich mindestens 2 Wochen ausfallen.

Die Magic, die auf Platz sechs stehend gerne noch unter die ersten vier gerutscht wären, werden jetzt ohne Heimrecht in die Playoffs gehen müssen – und sich in Runde eins eventuell sogar mit den beiden Favoriten im Osten, den Chicago Bulls oder der Miami Heat, auseinandersetzen müssen.

Oliver Stein

sportal.de / sportal

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