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NBA: Nowitzki ringt die Hornissen nieder

Dirk Nowitzki und Co. drohten bereits ihre gute Ausgangssituation in der NBA zu verspielen. Doch nun blasen die Dallas Mavericks wieder zum Angriff. Gegen die New Orleans Hornets gab es bereits den siebten Sieg in Folge. Vor allem Nowitzki war nicht zu stoppen.

Dirk Nowitzki - wer sonst? Angeführt vom überragenden deutschen Basketball-Nationalspieler haben die Dallas Mavericks mit dem 108:100 gegen die New Orleans Hornets den siebten Sieg in Serie in der NBA gefeiert. Der 2,13 Meter-Riese aus Würzburg erzielte bei der längsten Erfolgsbilanz seit 2008 am Sonntag (Ortszeit) 36 Punkte. Aber mit 8 Rebounds und 7 Assists glänzte der 31-Jährige vor 19 911 Fans im American Airlines Center auch als wertvollster Spieler des Tabellenführers der Southwest Division.

"Wir haben uns schwerer getan, als wir nach der klaren Führung im dritten Drittel dachten. Wir waren so heiß und nicht zu bremsen. Aber ausgerechnet dann haben wir die Bälle regelrecht weggeworfen und den Gegner wieder zurück ins Spiel gebracht", meinte der Superstar verärgert über das knappe Finish nach einem zwischenzeitlichen Vorsprung von 25 Zählern. Zum dritten Mal nacheinander hatte "Dirkules" dabei mehr als 30 Punkte in einem Spiel gesammelt und seinen Saisonschnitt auf knapp über 25 Zähler pro Match gesteigert.

Neueinkäufe schnell integriert

Mitentscheidend für die verheißungsvolle Top-Form des Teams von Headcoach Rick Carlisle ist aber auch die perfekte, schnelle Eingliederung der Ex-Washington-Stars Caron Butler (19) und Brandon Haywood (12/9 Rebounds). Seit dem Deal von "Mavs"-Besitzer Mark Cuban mit der Verpflichtung der Wizards-Stars haben die Mavericks die letzten sieben aus acht Spielen gewonnen. Dazu brilliert der sich im Alter von fast 37 Jahren selbst übertreffende Allstar Jason Kidd (13/9/5 Assists) als Playmaker der Texaner.

"Die Mavs haben eine unheimlich starke Defensive und eine überragend mannschaftdienliche Struktur im Team", lobte New Orleans- Coach Jeff Bower. Dank ihrer nicht nachlassenden Aggressivität waren die "Mavs" bei einer Trefferquote von 52 Prozent auch im Angriff den Hornets überlegen. "Ich habe nur zwei Würfe danebengesetzt, die ich normalerweise treffe. Aber ich habe den entscheidenden Punkt gemacht", ergänzte Nowitzki, der selbst Hornets-Alleinunterhalter Darren Collison (35 Punkte/3/3) ausstach.

"Wir hätten uns gerne mehr Pausen gegönnt"

Aber ohne die Energieleistung ihres Kapitäns, der fast 40 Minuten auf dem Parkett stand, das letzte Viertel durchspielte und 14 Punkte holte, wäre es für die Gastgeber knapp geworden. "Wir hätten uns gerne mehr Pausen gegönnt, aber das haben wir uns selbst verdorben", meinte Nowitzki vor dem Trip zu den Charlotte Bobcats. Nur 21 Stunden Pause bis zum Anpfiff bei den Bobcats flößten selbst dem Routinier nach 898 Spielen in seiner 11-jährigen NBA-Karriere Respekt ein.

"Matches innerhalb von so kurzer Zeit gehören dazu. Aber dieses Mal wird es knallhart", prophezeite Nowitzki. Aber sollte Dallas sein 20. Auswärtsmatch gewinnen und Denver nach der 89:95-Pleite beim Tabellenführer Los Angeles Lakers erneut verlieren, würde Dallas wieder Rang zwei der Western Conference vor den Nuggets übernehmen.

Von Rainer Fülscher, dpa / DPA

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