HOME

NBA: Schlacht um Texas, Teil zwei

Zurück in der Erfolgsspur: Basketballstar Dirk Nowitzki hat seine Dallas Mavericks zum klaren Sieg gegen den amtierenden Meister San Antonio geführt. Nicht nur das Spiel sondern auch der Heimvorteil ging den Spurs verloren.

Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks haben Meister San Antonio im Playoff-Viertelfinale eine Bescheidenheitskur verpasst. Nach dem unnötigen 85:87 am Sonntag siegten die Mavericks am Dienstagabend mit 113:91 (58:38) bei den Spurs und schafften damit in der "Best-of-Seven"-Serie der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA den 1:1-Ausgleich. Nowitzki gelangen 21 Punkte und neun Rebounds, bester Werfer der Mavericks war Josh Howard mit 27 Punkten. "Heute hat alles gepasst. Genauso müssen wir spielen, um weiterzukommen", sagte Nowitzki. Das dritte Spiel ist am Samstag in Dallas.

Mavericks klauen Spurs den Heimvorteil

"Die Schlacht um Texas, Teil zwei" (Dallas Morning News) war früh entschieden. Nachdem der Titelverteidiger in den letzten sieben Minuten des ersten Durchgangs ohne Punkt blieb, führte Dallas bereits zur Halbzeit 58:38. Eine deutlich verbesserte Offensive, mehr Aggressivität und eine Personaländerung in der Anfangsformation gaben dieses Mal den Ausschlag zu Gunsten der Mavericks, bei denen gleich fünf Spieler zehn oder mehr Punkte warfen. Ersatz-Spielmacher Devin Harris, überraschend von Beginn an für Stammspieler Jason Terry nominiert, zahlte das Vertrauen mit 20 Punkten zurück.

"Das Wichtigste ist, wir haben den Spurs den Heimvorteil geklaut", sagte Jerry Stackhouse (19 Punkte). Nach der Auftaktpleite am Sonntag hatte es viel Kritik gehagelt. Die Theorie vom legendären Olympiasieger Charles Barkley, "die Mavs sind zu weich und einfach noch nicht weit genug", passt zum Stigma, Dallas sei ein überdurchschnittlich gutes NBA-Team, aber für den Titel nicht gut genug. "Heute haben wir gezeigt, wozu wir in der Lage sind. Die Spurs schenken einem nichts", analysierte Nowitzki.

Die angeschlagenen Spurs wirkten in ihrem dritten Spiel innerhalb von fünf Tagen kraft- und ideenlos. Nur Center Tim Duncan (28 Punkte, neun Rebounds) erreichte Normalform. "Wir brauchen dringend eine Pause. Dass wir erst am Samstag das nächste Mal spielen, ist das einzig Positive an diesem Abend. Die Mavericks haben uns in den Schwitzkasten genommen und nicht mehr raus gelassen", erklärte Spurs- Coach Gregg Popovich. Im zweiten Spiel des Abends bezwangen die Detroit Piston die Cleveland Cavaliers mit 97:91 und gingen damit mit 2:0 Siegen in Führung.

Sven Busch/DPA / DPA

Wissenscommunity