HOME

NBA: Negativ-Serie für Dallas und Nowitzki

Die Dallas Mavericks und der deutsche Superstar Dirk Nowitzki drohen ihre gute Ausgangsposition in der NBA langsam zu verspielen. Die Texaner kassierten gegen die Utah Jazz ihre dritte Pleite in Folge. Einziger Hoffnungsschimmer: Auch die Konkurrenz läßt Federn.

Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks stecken in der Krise. Die Texaner verloren am Montag (Ortszeit) bei den Utah Jazz mit 92:104 und kassierten damit erstmals in dieser Saison drei Niederlagen nacheinander. "Langsam muss man anfangen, sich Sorgen zu machen", sagte Nowitzki.

Der Würzburger war mit 28 Punkten zwar erneut bester Werfer seines Teams, im desaströsen Schlussviertel der "Mavs" konnte aber auch Deutschlands Basketball- Superstar die Pleite nicht mehr abwenden. Mit einer Bilanz von 30 Siegen und 18 Niederlagen liegt Dallas in der Western Conference der nordamerikanischen Basketball-Profiliga zwar immer noch auf Rang drei. Der Vorsprung auf die Konkurrenten schmilzt aber bedenklich.

"Wir spielen nicht gut"


"Wir spielen seit einem Monat nicht besonders gut und haben einige Spiele verloren, die wir eigentlich hätten gewinnen sollen", meinte Nowitzki. Der 31-Jährige kam in den letzten zehn Minuten auf mickrige zwei Punkte (beide aus Freiwürfen) und wurde von Utahs russischem Star Andrej Kirilenko praktisch aus dem Spiel genommen.

Drei Viertel lang konnten die "Mavs" die Partie vor 19 911 Zuschauern in der Energy Solutions Arena offen halten und lagen vor dem letzten Abschnitt lediglich mit einem Zähler zurück (76:77). Doch in den abschließenden zehn Minuten brachen die Gäste völlig auseinander, trafen nur 5 von 14 Würfen und luden die Gastgeber mit sieben Ballverlusten zu elf Zählern ein. "Im letzten Viertel haben sie den Druck deutlich erhöht. Sie hatten schnelle Hände und haben den Ball von uns ferngehalten", beschrieb Nowitzki den Untergang.

Mit Ruhe zurück zum Erfolg


Die Jazz bestätigten damit ihren Ruf als Team mit einem langen Atem. Von 25 Spielen, in denen sie mit einem Vorsprung in die Schlussphase gingen, gewannen die Jazz 24, davon alle 16 daheim. Die "Mavs" stehen nach der dritten Pleite in Serie am Mittwoch (Ortszeit) daheim gegen die Minnesota Timberwolves dagegen mächtig unter Druck. "Wo ist das Team, das früher in dieser Saison in engen Situationen so überzeugt hat?", fragte die "Dallas Morning News" besorgt. "Wenn Sie es finden, sagen Sie ihm, dass (Trainer) Rick Carlisle und (Clubboss) Mark Cuban es suchen."

Nowitzki mahnte seine Mitspieler zu Geschlossenheit. "Es bringt jetzt nichts, den Kopf hängen zu lassen. Du musst weiter arbeiten, positiv bleiben und zusammenstehen. Wir sind ein erfahrenes Team und müssen jetzt eine Antwort geben", sagte der Blondschopf. Routinier Jason Terry schlug in die selbe Kerbe. "Dirk und ich hätten das Team im vierten Viertel zum Erfolg führen müssen, das ist uns nicht gelungen. Es bringt jetzt aber nichts, sich die Finger auszureißen."

Auch Lakers lassen Federn


Auch Titelverteidiger Los Angeles Lakers musste eine Niederlage hinnehmen. Bei den Memphis Grizzlies kassierten die Lakers eine 93:95-Pleite. Dabei stellte Superstar Kobe Bryant eine neue Rekordmarke auf. Der 31-Jährige erzielte 44 Punkte und überholte damit Jerry West in der Lakers-internen Punktewertung. In seiner nun 14. Saison erzielte Bryant bislang 25.208 Punkte und rangiert nun auf Rang 14 der ewigen NBA-Bestenliste. Los Angeles hat nun 37 Siege und zwölf Niederlagen auf dem Konto und rangiert weiterhin souverän auf Platz eins im Westen.

DPA/SID/feh

Wissenscommunity