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NHL: Icecrusher - Crosbys Comeback steht in den Sternen

Im Icecrusher kümmern wir uns diese Woche wieder um Sidney Crosby, mögliche Regeländerungen in der NHL und einige Trades wenige Wochen vor Beginn der Sommercamps.

Diese Woche müssen wir uns nach den neuesten Nachrichten von Sidney Crosby im Icecrusher noch einmal mit der Frage beschäftigen: Wie können die Spieler besser vor gesundheitsgefährdenden Checks geschützt werden?

Anfang der vergangenen Woche waren Gerüchte durchgesickert, dass Crosby in seinem Sommertraining wieder von Kopfschmerzen nach seinen beiden Gerhinerschütterungen Anfang des Jahres geplagt wurde und er eine Pause in seinem Training einlegen musste.

Rückkehr fraglich

"Wir haben ihn führende Spezialisten aufsuchen lassen", sagte sein Berater Pat Brisson laut nhl.com. Es sei noch nicht klar, ob Crosby zu Beginn des Sommercamps oder der neuen Saison aufs Eis zurückkehren werde. Crosby werde sein Comeback geben, wenn er dazu bereit sei.

"Wir würden zu dieser Zeit Geduld und Verständnis begrüßen", sagte Brisson.  "Es gab viele Spekulationen in den letzten Wochen. Wir wünschten, wir könnten genauere Details über seine Rückkehr geben, aber eine Gehirnerschütterung ist eine andere Art der Verletzung. Es ist nicht etwas, das man mit Röntgenstrahlen untersuchen kann. Und man kann keine genaue Heildauer vorhersagen. Es geht nur darum, wie er sich fühlt."

Neue Regeln im Test

Das führt uns zurück nach der Frage, ob die NHL ihre Spieler nicht besser schützen sollte, nachdem es vergangene Saison und auch in den Jahren davor einige Verletzungen der gleichen Art wie Crosby gab. Zwar wurden Checks aus dem toten Winkel und gegen den Kopf bereits unter besondere Bestrafung gestellt, aber mir scheint dies noch nicht genug zu sein.

Eine Möglichkeit, die Spieler zu schützen wäre es, das Glas bei den Strafbänken abzurunden, sodass ein Check dort hinein nicht mehr so schwere Auswirkungen hätte. So wäre auch der brutale Check von Zdeno Chara an Max Pacioretty vergangene Saison wahrscheinlich wesentlich glimpflicher ausgegangen. Die NHL denkt bereits darüber nach, diese Änderung umzusetzen.

Weitere mögliche neue Regeln wurden von der NHL in den letzten Wochen bereits getestet. Ausprobiert wurde auch ein kürzeres Tornetz, sodass hinter den Toren mehr Platz wäre. Die Test-Spieler waren begeistert, eine Änderung wäre möglich, wird aber nicht schnell umzusetzen sein. Ausprobiert wurde außerdem eine weitere grüne Linie hinter der Torlinie, damit die Torrichter besser erkennen, ob der Puck wirklich drin war. 

Calgary und Phoenix tauschen Spieler

Auf dem Transfermarkt hat sich in den letzten Tagen auch etwas getan: Die Calgary Flames und Phoenix Coyotes tauschten Spieler. Daymond Langkow kehrte aus Kanada zurück nach Arizona in die Wüste, wo er bereits von 2001 bis 2004 spielte. Den Gegenweg nahm Lee Stempniak.

Noch steht aber der Medizincheck bei Langkow aus. Der Center hatte über ein Jahr aufgrund einer Nackenverletzung nicht mehr spielen können, bevor er am 1. April wieder ins Team zurückkehrte. Ist nun aber nach eigener Aussage wieder voll hergestellt.

Stemniak hingegen hatte einen grandiosen Einstand in Phoenix und schoss das Team mit 14 Toren in 18 Spielen vor zwei Jahren beinahe im Alleingang in die Playoffs, konnte vergangene Spielzeit aber nicht mehr an diese Leistungen anknüpfen und versucht nun sein Glück in Calgary.

"Du willst an einem Ort spielen, in dem Eishockey wirklich was bedeutet", ließ Stemniak über den Flames-Twitter verbreiten. "Du liebst es einfach in einem Markt wie diesem zu spielen. Ich bin so aufgeregt, hier in Calgary zu sein."

Couture bleibt ein Hai

Einen wichtigen Spieler halten konnten die San Jose Sharks. Top-Rookie Logan Couture, der vergangene Saison 32 Tore und 24 Assists erzielte und in den Playoffs noch einmal sieben Tore und ebenso viele Vorlagen in 18 Spielen nachlegte, unterschrieb eine Vertragsverlängerung über zwei Jahre, die dem 22-jährigen 5,75 Millionen Dollar bringt.

"Logan ist ein exzellenter Teamkamerad und hat dies dadurch bewiesen, dass er unsere 'das Team kommt zuerst'-Philosophie perfekt umgesetzt hat", sagte Sharks-Generalmanager Doug Wilson auf der offiziellen Homepage des Teams. "Letzte Saison als ein Rookie, war er ein Katalysator für unseren Club und einer unser konstantesten Spieler."

Kaum noch Spieler auf dem Markt

Das bringt uns dann auch zu den verbliebenen Free Agents, die noch auf dem Markt sind und drei Wochen vor Beginn der Sommercamps noch auf einen neuen Vertrag hoffen. Dies gilt nicht unbedingt für Teemu Selanne. Hier hoffen wohl eher die Anaheim Ducks, dass ihr Super-Finne nach der überragenden vergangenen Saison doch noch ein Jahr dranhängt, aber Selanne hat sich immer noch nicht entschieden.

Auch die weiteren Spieler sind älteren Kalibers, haben aber immer noch einen guten Namen: Cory Stillman (37) hatte 16 Punkte in 21 Spielen nach seiner Rückkehr nach Carolina. Sergei Samsonov (32) hat immer noch jede Menge Talent zu bieten. Ähnliches gilt für Mike Grier (36), Jarkko Ruutu (36) und Chris Clark (35).

Etwas weniger prominent ist die Auswahl bei den Verteidigern und Torhütern. Bryan McCabe (36) schlug einige Einladungen zu Sommercamps aus und hofft noch davor, einen neuen Vertrag zu erhalten. Die Goalies Marty Turco (36) und Martin Gerber (36) werden es schwer haben, noch einen neuen Vertrag zu erhalten.

Henning Schulz

sportal.de / sportal
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