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NHL Icecrusher - Kampf dem Hit gegen den Kopf


Eine Woche müssen wir uns noch gedulden, dann geht die neue NHL-Saison endlich los. Im Icecrusher präsentieren wir ihnen die letzten Neuigkeiten aus dieser Woche.

Sidney Crosby kommt seinem Comeback Schritt für Schritt näher. Im Camp seiner Pittsburgh Penguins nahm der Kapitän nun erstmals an Trainingsspielen fünf gegen fünf teil, trug dabei aber immer noch einen weißen Helm, der anzeigt, dass er immer noch nicht die Erlaubnis zu Körperkontakt hat.

Aber auch so sah man einen gut gelaunten Crosby, ist er doch seit Camp-Beginn ohne Kopfschmerzen oder andere Symptome seiner schweren Gehirnerschütterung Anfang des Jahres. "Alles war richtig gut", berichtete er laut espn.com. "Ich habe keine Schwierigkeiten bisher gehabt, also lief alles richtig glatt."

Während Crosby bei den Spielen noch zuschauen muss, zeigen seine Penguins und vor allem Evgeni Malkin, der ebenfalls die zweite Hälfte der vergangenen Saison verpasste, bereits beeindruckende Frühform. Der Russe erzielte zwei Treffer und drei Assists in zwei Partien und Pittsburgh ist bisher in allen vier Vorbereitungsspielen ungeschlagen.

Aber wann die beiden Pens-Superstars wieder gemeinsam auf dem Eis stehen werden, steht noch in den Sternen: Es gibt kein Datum für ein Crosby-Comeback. 

Die NHL macht ernst

Dass die NHL es wirklich ernst meint und Checks gegen den Kopf aus dem Spiel haben will, bekam Verteidiger James Wisniewski von den Columbus Blue Jackets zu spüren. Im Vorbereitungsspiel gegen die Minnesota Wild traf er nach der Schlusssirene mit einem harten Hit den Kopf von Cal Clutterbuck.

Nun folgte die harte Strafe: Da Wisniewski Wiederholungstäter ist, wurde er für den Rest der Vorbereitung sowie die ersten acht Saisonspiele gesperrt. Zudem muss er etwa ein Zehntel seines Gehaltes an einen Hilfsfond für NHL-Spieler zahlen, satte 536.585,36 US Dollar.

Bei den Blue Jackets war man natürlich nicht gerade erfreut, aber akzeptierte die Strafe. "Das war hart zu schlucken", sagte Coach Scott Arniel laut nhl.com. "Aber offensichtlich hat die Liga das Mandat und sie versucht früh in der Saison ein Zeichen zu setzen und die Strafe war hart. Sie war sehr hart."

Der NHL-Fond füllt sich

Bestraft wurde auch Minnesota Wild-Angreifer Brad Staubitz, der Columbus-Stürmer Cody Bass von hinten checkte. Dafür wurde Staubitz für den Rest der Vorbereitung und die ersten drei Saisonspiele gesperrt. 9324 US Dollar gehen an den NHL-Hilfsfond.

Jean-Francois Jajacques von den Anaheim Ducks verließ im Spiel gegen die Vancouver Canucks die Bank, um sich mit Mike Duco einen Fight zu liefern... Zack: Fünf Saisonspiele Sperre, 17.567 Dollar Strafe.

Brendan Shanahan, zu seiner aktiven Zeit wahrlich kein Kind von Traurigkeit, hat, seitdem er am 1. Juni das Amt des obersten NHL-Bestrafers übernahm, sechs Spieler in der Vorbereitung gesperrt, davon fünf für einen Hit gegen den Kopf oder einen Check von hinten.

Simmonds kommt davon

Keine Strafe gab es hingegen für Wayne Simmonds von den Philadelphia Flyers. Simmonds soll im Spiel gegen die New York Rangers mit Sean Avery aneinandergeraten sein und den Flügelstürmer mit Schimpfworten homosexueller Art bedacht haben. Da es aber nicht genug Beweise gab, wurde Simmonds nicht bestraft.

Erst eine Woche zuvor war Simmonds, der schwarz ist, Opfer rassistischer Anfeindungen geworden, als ein Zuschauer in London, Ontario beim Spiel gegen die Detroit Red Wings eine Banane in seinen Laufweg warf.

Winter Classis findet statt in .....

Es war das schlecht gehüteste Geheimnis der NHL und jetzt ist es endgültig aus dem Sack: Das diesjährige NHL Winter Classis zwischen den Philadelphia Flyers und den New York Rangers wird am 2. Januar 2012 unter freiem Himmel im Stadion der Philadelphia Phillies stattfinden. In den Citizens Bank Park werden zu diesem Event 45.000 Zuschauer erwartet.

Die Anaheim Ducks planen dafür schon ihren Trip zur Saisoneröffnung nach Europa und sind sich sicher, dass sie es diesmal besser machen, als vor vier Jahren. Damals ging es als Stanley Cup-Sieger nach Übersee und nach zwei Spielen gegen die Los Angeles Kings in London (ein Sieg, eine Niederlage) ging es zurück nach Kalifornien, auf diesem Weg absolvierten die Ducks aber - auf eigenen Wunsch, man war ja sowieso unterwegs nach Westen - weitere drei Partien in vier Tagen bei den Red Wings, den Blue Jackets und den Penguins. Die Partien gingen allesamt verloren und der Fehlstart war perfekt.

"Wir waren einfach platt", erinnert sich Coach Randy Carlyle auf nhl.com. "Wir dachten eigentlich, dass der Trip an die Ostküste uns auf unserem Weg nach Hause helfen würde, aber das war definitv nicht der Fall." Diese Jahr haben die Ducks gelernt und nach den beiden Spielen gegen die Buffalo Sabres am 7. Oktober in Helsinki und gegen die Rangers am 8. Oktober in Stockholm, geht es geradewegs nach Hause und das nächste Spiel findet dann erst am 14. Oktober gegen die San Jose Sharks statt.

Lundqvist kehrt heim

Das Spiel in Stockholm wird für Rangers-Goalie Henrik Lundqvist natürlich eine ganz besondere Partie. Nicht nur geht es im Vorwege der Partie gegen sein Ex-Team Frölunda HC, in dem sein eineiiger Zwillingsbruder Joel und einige seiner engsten Freunde spielen, sondern in der NHL-Partie gegen die Ducks werden auch viele Zuschauer aus seinem engsten Umfeld sein.

"Bei dem Spiel werden viel Familie und viele Freunde sein", sagte Lundqvist. "Ich werde bestimmt etwas nervös sein, aber es wird auch sehr emotional sein, denke ich. Ich hatte viele gute Jahre in Göteborg und viele gute Erinnerungen. Es wird eine sehr spezielle Nacht für mich werden. Ich freue mich schon sehr darauf."

Aber nicht nur Lundqvist, auch wir freuen uns auf die Spiele, denn dann heißt es: Endlich geht die NHL-Saison wieder los! In diesem Sinne lesen wir uns mit langsam steigender Nervosität nächste Woche wieder.

Henning Schulz

sportal.de sportal

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