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NHL: Pittsburgh schlägt Washington, Rangers weiter in Topform

Die Pittsburgh Penguins konnten bei ihrem Angstgegner, den Washington Capitals gewinnen. Bei der Rückkehr der "Original-Franchise" nach Winnipeg gab es am Ende Standing Ovations und die New York Rangers setzten ihren Positiv-Lauf fort.

Die Pittsburgh Penguins haben bei ihrem Dauerrivalen und Angstgegner, den Washington Capitals, mit 2:1 gewinnen können. In einer erneut engen Begegnung – sieben der letzten elf Begegnungen zwischen den beiden Teams endeten mit nur einem Tor Unterschied – sorgten Craig Adams (5:21) und Chris Kunitz (42:36) für die Treffer der Gäste. Jason Chimera war der zwischenzeitliche Ausgleich für Washington vorbehalten (21:20).

Beim 1:0-Erfolg den Winnipeg Jets gegen die Phoenix Coyotes, die vor 15 Jahren Manitoba verlassen hatten, wurde auch der gegnerische Kapitän gefeiert und die New York Rangers feierten bei den Carolina Hurricanes ihren vierten Sieg in Serie.

Dale Hunter weiter ohne Sieg

Der Sieg für die Penguins war erst der dritte in den letzten 14 regulären Saisonspielen gegen die Capitals. Washington blieb damit auch im zweiten Spiel unter ihrem neuen Coach Dale Hunter – und das mit einer verheerenden Schussstatistik. Hunter hat versucht ein neues System einzuführen, dessen Augenmerk auf der Defensive und einem intensiven Forechecking liegt.

Noch trägt das System aber keine Früchte, die Caps haben in den beiden Spielen unter Hunter 65 Schüsse zugelassen, brachten den Puck aber nur 36 Mal aufs gegnerische Gehäuse. Von den 17 Schüssen gegen die Penguins (35) kamen nur zwei im entscheidenden letzten Drittel auf den Kasten von Gäste-Keeper Marc-Andre Fleury und kein einziger in den letzten 5:32 der Begegnung.

Die Niederlage war die vierte in Folge für die Capitals und die achte in den letzten zehn Spielen. In dieser Zeit gelang Washington-Star Alex Ovetchkin nur ein Treffer, gegen Pittsburgh brachte er nur einen Schuss zustande. Sein Rivale Sid Crosby blieb zum zweiten Mal nach seiner Rückkehr ohne Punkt. Seit seiner Rückkehr weisen die Penguins eine 4-1-1-Bilanz auf, Crosby erzielte in den sechs Begegnungen zwei Tore und bereitete neun vor und zeigte sich nach der Partie zufrieden.

“Unsere D[efensive] hat einen großartigen Job gemacht. Wir haben einige neue Jungs und die haben einen guten Job gemacht indem sie in die Zweikämpfe gingen und Hits einsteckten. Das ist es was man machen muss“, so Crosby auf espn.com. Einer der neuen, der 20-Jährige Simon Despres, den die Penguins erst am Spieltag aus der American Hockey League hochgezogen hatten, verbuchte in seinem NHL-Debut gleich einen Assist zum Siegtreffer von Kunitz.

Rückkehr nach 15 Jahren

Zu einer emotionalen Partie kam es in Winnipeg. Die ehemalige Franchise aus Winnipeg, die Phoenix Coyotes, waren zum ersten Mal nach der Installation der neuen Winnipeg Jets in der Stadt und wurden bei jedem Puckbesitz konsequent ausgebuht. Shane Doan, der Kapitän der Coyotes, die nach der Saison 1995-96 in die Wüste umgezogen waren, und einer der letzten “echten Jets“ in der NHL, war ob der Buhrufe nicht überrascht: “Sie sind leidenschaftliche Fans und lieben ihre Jets“, so Doan auf esn.com.

Außer Doan, Rookie in der letzten Saison der Jets, sind nur noch Teemu Selanne (Anaheim) und Edmontons Goalie Nikolai Khabibulin von den „alten“ Jets in der NHL tätig.

Und die Fans wurden für ihr Engagement belohnt und feierten ihr Team am Ende mit Standing Ovations. Den 1:0-Sieg hielt Goalie Ondrej Pavelec mit 33 Saves fest und freute sich über seinen zweiten Shutout der Saison, nachdem er im letzten Spiel gegen Ottawa noch schlecht ausgesehn hatte. “Es ist immer ein gutes Gefühl, wenn man dem Team hilft zu gewinnen.“ Das Tor des Tages erzielte Bryan Little bereits im ersten Drittel (6:53). Das Tor fiel, nachdem ausgerechnet Doan den Puck verloren hatte. Auch er wurde am Ende mit Standing Ovations bedacht.

Rangers weiter in Topform

Unterdessen geht der Lauf der New York Rangers weiter. Bei den Carolina Hurricanes konnte sich das Team aus dem Big Apple mit 5:3 durchsetzen. Es war der vierte Sieg in Folge und der elfte aus den letzten 13 Partien. Drei Tore von Ryan McDonagh, Marian Gaborik und Sean Avery innerhalb einer Spanne von 4:53 Minuten im zweiten Drittel machten aus einem 1:2-Rückstand zur Pause eine 4:2-Führung für die Rangers.

Die weiteren Tore für New York machten Ryan Callahan im Powerplay zum 1:1-Ausgleich und Michael Sauer zum 5:3-Schlusspunkt der Partie. Aber nicht nur die ausgeglichene Offensivleistung der Rangers – insgesamt kamen 14 Spieler der Rangers aufs Scoreboard – sondern auch die Defensive konnte mit 21 geblockten Schüssen überzeugen.

Carolina verlor auch sein zweites Spiel unter dem neuen Trainer Kirk Muller und hat jetzt fünf Niederlagen in Folge auf dem Konto und bleibt so letzter der Southeast Division. Und das obwohl die Canes gut in die Partie gestartet waren und nach bereits 35 Sekunden durch Jiri Tlusty in Führung gegangen waren. Jeff Skinner konnte neun Sekunden vor Ende des ersten Drittels wieder für eine Führung sorgen. Derek Joslin 3:4-Anschlusstreffer im zweiten Abschnitt war am Ende dann jedoch zu wenig.

sportal.de / sportal

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