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Paris-Bercy: Falkenauge rettet "Hammer-Haas"

Tennis-Profi Tommy Haas eilt beim Traditionsturnier von Paris-Bercy weiter von Sieg zu Sieg. Der Achtelfinal-Erfolg über den hoch eingeschätzten James Blake kam dabei auf kuriose Art und Weise zustande.

Thomas Haas steht beim Tennisturnier in Paris im Viertelfinale. Der 28 Jahre alte Hamburger gewann am Donnerstag überraschend mühelos 6:4, 6:2 gegen den Amerikaner James Blake und feierte im vierten Duell gegen den Weltranglisten-Siebten seinen ersten Sieg. Im Kampf um den Einzug ins Halbfinale der mit gut zwei Millionen Euro dotierten Veranstaltung der Masters Serie trifft Haas auf den Franzosen Richard Gasquet oder Marat Safin aus Russland. Haas muss das Turnier gewinnen, um sich die Chance auf eine Teilnahme an der ATP-Weltmeisterschaft in Schanghai zu erhalten.

Hawk-Eye rettete Matchball

Nach nur einer Stunde verwandelte der in Paris-Bercy an Nummer zehn gesetzte Haas mit einem Ass seinen zweiten Matchball. Allerdings hatte der Linienrichter seinen Aufschlag zunächst im Aus gesehen. Haas wollte die Entscheidung jedoch nicht akzeptieren und nahm den neuerdings möglichen Videobeweis in Anspruch. Tatsächlich zeigte das umstrittene so genannte "Hawk-Eye", dass der Ball regelgerecht im Feld gelandet war. Seit März haben die Profis zwei Mal pro Satz die Chance, auf diese Art strittige Entscheidungen anzufechten.

Doch auch ohne das Falkenauge hätte sich der an diesem Tag überzeugend aufspielende Haas wohl nicht mehr aus dem Konzept bringen lassen. Im Gegensatz zum Vortag, als er sich erst in einem Tiebreak-Krimi gegen den Franzosen Michael Llodra durchgesetzt hatte und äußerst nervös aufgetreten war, ging der 28-Jährige gegen Blake von Beginn an konzentriert zu Werke. In beiden Sätzen gelang Haas bereits im ersten Spiel ein Break, anschließend setzte er mit variablem und beweglichem Spiel seinen Kontrahenten permanent unter Druck. Nachdem der erste Matchball noch im Netz gelandet war, machte Haas nach exakt 60 Minuten seinen dritten Viertelfinal-Einzug in Bercy perfekt.

Judith Elian/DPA / DPA

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