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Radsport: Bob Stapleton verkündet Aus von Team Highroad

Für HTC Highroad ist nach dieser Saison Schluss. Dabei hatte Besitzer Bob Stapleton in den letzten Wochen alles in die Waagschale geworfen und war bei seiner Sponsorensuche vor der Tour de France sogar an die Öffentlichkeit gegangen. Ein möglicher Geldgeber hatte noch am Sonntag abgesagt.

Nach drei erfolgreichen Rennzeiten wird für den Team Telekom-Nachfolger HTC Highroad am Ende des Jahres Schluss sein. Wie Besitzer Bob Stapleton mitteilte, hat sich kein möglicher Sponsor gefunden, ein Weiterführen des Rennbetriebs ist somit unmöglich geworden.

Noch vor etwas mehr als einer Woche hatte der Amerikaner verkündet, kurz vor Abschluss eines lukrativen Deals zu sein. Der erhoffte neue Sponsor sei aber am vergangenen Sonntag plötzlich abgesprungen. Wie es nun mit Fahrern, Betreuern und auch Teamchef Rolf Aldag sowie Berater Erik Zabel weitergeht, ist offen.

"Wir können nicht mit deutlich weniger Geld Topleistungen bringen", betonte Stapleton. "Wenn wir nicht in der Lage sind, vorne mitzufahren, können wir auch nichts bewegen und das war unserer wichtigstes Ziel. Weil wir das so nicht erreichen können, ist es das Beste, unsere Leute gehen zu lassen." Wie cyclingnews.com berichtete, kann Stapleton vielleicht mit dem Frauen-Team weitermachen.

Thema Doping als Ursache?

Aldag hatte schon während der Tour de France im Juli, als Tage ohne positive Nachricht von der Sponsorensuche verstrichen, betont: "Um das Team mache ich mir keine Sorgen. Die kommen jederzeit überall unter und würden auch noch mehr Geld verdienen." Vor Wochen hatte Brian Holm, ein Sportlicher Leiter von HTC, in einem Interview erzählt, dass bereits ein Team mit Offerten an etliche Fahrer und die Teamchefs herangetreten sei.

Die Verantwortlichen der US-Equipe, die seit ihrer Gründung 2008 als T-Mobile-Nachfolger allein bei den drei großen Rundfahrten weit mehr als 50 Etappenerfolge gefeiert hatte, hatten die Sponsoren-Not im Juni öffentlich gemacht. Team-Patron Stapleton sieht das Image des Radsports durch das Non-Stop-Thema Doping arg beschädigt.

Cavendish zu Sky - Martin in Verhandlungen

Womöglich war Cavendish, der in diesem Jahr fünf und insgesamt bereits 20 Tour-Etappen gewonnen hatte, das Zünglein an der Waage: Spekulationen zufolge knüpfte HTC sein Engagement an den Verbleib des Briten im Team. Cavendish wird stark mit dem Team Sky in Verbindung gebracht und verkündete bereits zwei Tage vor Stapletons Entscheidung in der BBC, ein Team für die Saison 2012 gefunden zu haben.

Tony Martin, der in diesem Jahr seine erste Tour-Etappe gewann, hatte stets betont, beim Team bleiben zu wollen. Allerdings verrieten sowohl der Wahl-Schweizer als auch sein Manager Jörg Werner, bereits in Kontakt mit anderen Teams zu stehen. Für Martin und Peter Velits steht der Wechsel zu Sky bereits fest, auch Patrick Gretsch hat bei Skil-Shimano unterschrieben.

sportal.de / sportal

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