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Radsport: Giro - Guardini überrascht Cavendish

Mark Cavendish wurde auf dem Weg zum vierten Erfolg beim Giro auf der Zielgeraden noch abgefangen. Andrea Guardini holte sich den Etappensieg, Rodriguez bewahrte seinen Vorsprung in der Gesamtwertung.

Rad-Weltmeister Mark Cavendish hat auf der 18. Etappe des Giro d'Italia einen vorzüglich vorbereiteten Sprint noch vermasselt und seinen vierten Tagessieg verpasst. Der Fahrer vom Team Sky musste nach 139 Kilometern von San Vito di Cadore nach Vedelago überraschend auf den letzten Metern Andrea Guardini vorbeiziehen lassen.

Während der erst 22 Jahre alte Italiener seinen größten Erfolg bejubelte, schimpfte Cavendish nach der Ziellinie wie ein Rohrspatz. Dritter wurde Guardinis Landsmann Roberto Ferrari.

In der Gesamtwertung blieb alles beim Alten: Katusha-Profi Joaquim Rodriguez aus Spanien verteidigte das Rosa Trikot mit 30 Sekunden Vorsprung vor dem Kanadier Ryder Hesjedal und dem zweimaligen italienischen Giro-Sieger Ivan Basso, der 1:22 Minuten zurückliegt.

Cavendish zieht den Kürzeren

Cavendish, der das Rote Trikot des punktbesten Sprinters verteidigte, war von seinem Teamkollegen Bernhard Eisel in der Nähe von Treviso perfekt in Position gebracht worden. Dennoch zog Guardini dank eines kräftigen Antritts an Cavendish vorbei.

Der Youngster vom Team Farnese-Vini hatte in diesem Jahr mit sechs Etappensiegen bei der unterklassigen Tour de Langkawi auf sich aufmerksam gemacht.

Keine Chance für Ausreißer

Vier Ausreißer hatten sich kurz nach dem Start vom Feld absetzen können, aber ihre Flucht dauerte nur rund 75 Kilometer. Die Teams der schnellsten Sprinter hielten das Tempo sehr hoch, dennoch wagten wieder vier Fahrer die Flucht.

Zehn Kilometer vor dem Ziel wurde das Quartett eingeholt. Auch Lars Ytting Bak und Mickael Delage, die es am Ende noch einmal versuchten, wurden vom heran eilenden Peloton wieder eingeholt.

Die Entscheidung naht

Die Favoriten auf den Gesamtsieg hatten letztmals die Gelegenheit, Kräfte für das Giro-Finish zu sammeln. Am Freitag stehen bereits drei Anstiege der höchsten Kategorie und eine finale Bergankunft in Val di Fiemme an, ehe 24 Stunden später der womöglich vorentscheidende Tagesabschnitt mit Ziel auf dem Stilfserjoch folgt. Am letzten Tag steht in Mailand ein Zeitfahren auf dem Programm.

sportal.de / sportal

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