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Rallye Dakar: Volkswagen wühlt sich vorwärts

Auf den beiden ersten Wertungsprüfungen von Lissabon nach Malaga dominierten die Wolfsburger den Wüsten-Klassiker wie erwartet. Schnellster Volkswagen-Pilot mit zwei Tagesbestzeiten wurde der spanische Ex-Rallye-Weltmeister Carlos Sainz.

Von Christian Gebhardt

Der zweimalige Rallye-Champion führt nach zwei Etappen mit einem Vorsprung von 3,45 Minuten vor Ex-Ski-Weltcupsieger Luc Alphand im Mitsubishi Pajero. „Beide Prüfungen in Europa zu gewinnen, ist natürlich ein sehr schöner Start in meine erste Rallye Dakar“, erklärte Dakar-Debütant Sainz.

Jutta Kleinschmidt liegt nach zwei Tagen auf Position sieben im Gesamtklassement. Die Deutsche fuhr mit dem Volkswagen Race Touareg 2 in der Tageswertung auf die Plätze vier und zehn. „Die Rallye hat gut begonnen. Es war schon richtig anspruchsvoll, denn einige Ecken waren nur schwer einsehbar. Wir haben nichts riskiert und haben eine gute Ausgangsposition für Afrika“, freute sich die Rallye-Fahrerin.

Pech für Peterhansel

Weniger Glück beim Dakar-Auftakt hatte Rekordsieger Stéphane Peterhansel. Der Franzose in Diensten von Mitsubishi verlor auf beiden Prüfungen wegen eines Reifenschadens wertvolle Zeit und ist mit einem Rückstand von 6,47 Minuten Gesamt-Neunter. Nach den beiden ersten Tagen ist das Mitsubishi-Team jedoch stärkstes Team bei der Dakar. Die vier gestarteten Fahrzeuge vom Typ Pajero Evolution liegen alle in den Top 10. „Wir blicken zuversichtlich auf die in Afrika anstehenden Herausforderungen“, unterstrich Mitsubishi-Teamchef Dominique Serieys die Leistung des japanischen Werksteams.

Der sechsfache deutsche Rallye-Meister Matthias Kahle liegt als zweitbester Deutscher im Honda-Buggy auf Position 24. Ohne viel Risiko absolvierte die zweite deutsche Rallye-Dame Ellen Lohr die beiden ersten Dakar-Prüfungen. „Es ist alles so gelaufen, wie ich es mir vorgestellt hatte. Wir sind sicher mit null Attacke durchgefahren“, erklärte die auf Platz 65 liegende Ex-DTM-Pilotin.

Nach den ersten zwei Etappen haben die Dakar-Teilnehmer den Hafen von Malaga erreicht. Mit der Fähre geht nach Nador in Marokko. Von hier startet die Dakar-Karawane, bevor sie nach 672 Kilometer das Tagesziel in Er Rachida erreichen wird.

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