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Ski alpin: Felix Neureuther gewinnt sensationell in Kitzbühel

Was für ein Triumph: Ski-Rennfahrer Felix Neureuther hat 31 Jahre nach seinem Vater ebenfalls den Slalom auf dem legendären Ganslernhang in Kitzbühel gewonnen. Der 25-Jährige zeigte sich nach seinem ersten Weltcup-Sieg tief bewegt.

Felix Neureuther hat drei Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele völlig überraschend das erste Weltcup-Rennen seiner Karriere gewonnen. Der 25-Jährige siegte wie sein Vater Christian 1979 am legendären Ganslernhang in Kitzbühel und sicherte sich damit ein Preisgeld von 70.000 Euro. Neureuther, Dritter nach dem ersten Lauf, profitierte nach einer hervorragenden Fahrt im zweiten Lauf vom Ausfall des zunächst führenden Österreichers Reinfried Herbst.

Der Partenkirchner siegte in 1:37,35 Minuten vor Julien Lireroux aus Frankreich (0,39 Sekunden zurück) und Giuliano Razzoli aus Italien (0,99). Durch seinen vierten Rang im Slalom sicherte sich Benjamin Raich aus Österreich die erste Weltcup-Kugel der Saison. Der Doppel-Olympiasieger von 2006 belegte nach der letzten der vier Kombinations-Wertungen Platz eins in dieser Disziplin.

Neureuther hatte Tränen in den Augen


Nach dem Sieg zeigte sich Neureuther tief bewegt. Mit Tränen in den Augen widmete er seinen Sieg seiner Frau Marion: "Ich bin selber fertig. Ich habe so gekämpft und war kurz vorm Aufhören. Das ist wirklich unbeschreiblich. Wenn man denkt, vor drei Wochen hieß es noch, der Junge muss um die Quali kämpfen und jetzt gewinne ich Kitzbühel. Was Schöneres gibt es eigentlich gar nicht", sagte Neureuther. Mit Blick auf den Sieg seines Vaters Christian Neureuther an gleicher Stelle vor 31 Jahren fügte der 25-Jährige mit Tränen in den Augen hinzu: "Dass ich das ausgerechnet in Kitzbühel schaffe, ist unfassbar. Das macht so stolz, das kann man sich nicht vorstellen." Es war der erste Sieg der deutschen Alpin-Herren seit fünf Jahren.

Auch die deutschen Ski-Rennläuferinnen konnten wieder mit Podest-Plätzen glänzen. Nach Maria Riesch als Abfahrts-Zweite untermauerte Kathrin Hölzl als Riesenslalom-Dritte ihre Olympia-Ambitionen - und rechtzeitig vor dem Saisonhöhepunkt stieg Viktoria Rebensburg zur nächsten deutschen Medaillen-Hoffnung auf. Die Junioren-Weltmeisterin aus Kreuth feierte am Sonntag bei der Olympia-Generalprobe beim Riesentorlauf im italienischen Cortina d'Ampezzo auf Platz zwei ihren ersten Podestplatz im Weltcup. Nur die Finnin Tanja Poutiainen war schneller als Rebensburg und Hölzl, die seit Martina Ertl und Katja Seizinger 1998 wieder für ein deutsches Doppel-Podest im Riesenslalom sorgten. Riesch war weder mit Rang acht am Sonntag zufrieden noch so richtig glücklich über Rang zwei in der Abfahrt am Vortag, denn Seriensiegerin Lindsey Vonn (USA) lässt sie immer mehr verzweifeln.

DPA/SID/tis / DPA

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