Ski alpin Schwede stürzt schwer am Lauberhorn


Schock auf der Piste: Der schwedische Abfahrtsläufer Markus Larsson ist beim ersten Training auf dem Lauberhorn im schweizerischen Wengen schwer gestürzt. Der 30-Jährige verlor in der letzten Kurve die Kontrolle. Dabei war die Piste vorher entschärft worden.

Ein schwerer Sturz des schwedischen Ski-Rennfahrers Markus Larsson hat das erste Abfahrtstraining auf der Lauberhorn-Piste überschattet. Der 30-Jährige verlor in der letzten Kurve der Strecke in Wengen in der Schweiz die Kontrolle und zog sich eine Gehirnerschütterung und einen Nasenbeinbruch zu. "Aber er ist okay. Wir sind glücklich, dass es nicht ernster ist", sagte Renn-Sprecher Hugo Steinegger. Larsson sei kurzzeitig bewusstlos gewesen und musste mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus in Interlaken gebracht werden.

Der Schwede, der bislang 130 Weltcup-Rennen bestritt und zwei davon gewann, trug zudem Schnittwunden im Gesicht und Prellungen davon. Die Lauberhorn-Piste ist mit 4,5 Kilometern die längste Weltcup-Abfahrt. Im Zuge der Sicherheitsdebatte im alpinen Skizirkus nach dem schweren Unfall des Österreichers Matthias Lanzinger im März 2008 in Norwegen war die Strecke in diesem Jahr entschärft worden. Der berüchtigte Zielsprung, bei dem 1991 der Österreicher Gernot Reinstadler ums Leben gekommen war, wurde umgestaltet.

DSV-Herren fuhren hinterher

Vor Larssons Unfall war dem Schweizer Didier Cuche am Lauberhorn in 2:32,19 Minuten die schnellste Zeit des Tages gelungen. Die DSV-Herren fuhren hinterher. Stephan Keppler aus Ebingen hatte als bester Deutscher auf Rang 28 mehr als 3,6 Sekunden Rückstand. Andreas Strodl (Partenkirchen) wurde 36., Tobias Stechert (Oberstdorf) belegte Platz 60. Der Partenkirchener Peter Strodl kam auf Rang 65, neun Plätze vor Hannes Wagner aus Hindelang.

Die Damen mussten am Mittwoch auf ihre erste Übungsfahrt für die Rennen im österreichischen Zauchensee an diesem Wochenende verzichten. Die Sichtverhältnisse seien wegen Nebels und Schneefall zu schlecht, befanden die Organisatoren.

Riesch will im Speed-Bereich zulegen

Nach der Siegesserie von Maria Riesch im Slalom erwartet Alpin-Direktor Wolfgang Maier auch in den schnellen Disziplinen neue Erfolge für die Partenkirchenerin. "Vielleicht hat der Speedbereich noch nicht so gut funktioniert wie erwartet, weil sie da beweisen will, dass sie die Nummer eins ist. Aber ich gehe davon aus, dass sie auch da in die absolute Weltspitze von Platz eins bis fünf fährt", sagte der Chef der Alpin-Asse des Deutschen Skiverbands (DSV).

DSV-Funktionär Maier sieht Spitzenreiterin Riesch, die zuletzt vier Slalom-Wettbewerbe hintereinander gewonnen hatte, auf einem guten Weg zum Sieg im Gesamtweltcup. Gefährlichste Rivalin sei die Weltcup-Dritte Lindsey Vonn (USA). "Aber wenn Maria sich nicht rausbringen lässt, falls Vonn näher rückt, kann sie den Gesamtweltcup gewinnen", urteilte Maier. Gebremst werde die 24-Jährige in den schnellen Disziplinen derzeit noch von der Erinnerung an ihre lange Verletzungspause. "Da läuft noch ein Heilungsprozess der Seele, die eine Restbremse im Kopf stehen lässt. Über Erfolge im Speedbereich bekommt sie die aus dem Kopf", sagte Maier.

DPA DPA

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