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SKISPRINGEN: Pausieren für den Erfolg

Während der Großteil der deutschen Skispringer mit weiten Sätzen auf sich aufmerksam macht, kämpft Altmeister Martin Schmitt noch mit dem Material, Magen-Darm-Infekten und seiner Kondition.

Während der Großteil der deutschen Skispringer mit weiten Sätzen auf sich aufmerksam macht, kämpft Altmeister Martin Schmitt noch mit Material, Magen-Darm-Infekten und seiner Kondition. Jetzt will der vierfache Weltmeister mit einer Wettkampfpause Form und Kondition wieder finden.

»Schmittfreie« Zeit

Die beiden Weltcup-Skispringen am Wochenende im österreichischen Villach werden ohne den deutschen Publikumsliebling auskommen müssen. Stattdessen will der 23-Jährige in seiner Schwarzwälder Heimat trainieren, gab der Deutsche Skiverband (DSV) bekannt. Zeit, die Schmitt im Kampf um den Gesamtweltcup eigentlich nicht hat. Der bisher führende Pole Adam Malysz wird die »schmittfreien« Springen sicherlich nutzen, um sich weiter vom Deutschen abzusetzen.

Geheimes Sprungtraining

»Martin absolviert ein Sonderprogramm mit Wolfgang Steiert und Physiotherapeutin Nicole Hoffmeister. Zielsetzung ist dabei die athletische Aktivierung. Er ist im Moment athletisch nicht topfit«, sagte Bundestrainer Reinhard Heß. Schmitt hatte am Wochenende beim Weltcup in Titisee-Neustadt die Plätze zwei und sieben belegt. Von einer Virusinfektion geschwächt, hatte er technische Mängel im Anlauf und Absprung offenbart. An den Konditionslehrgang soll sich ein Sprungtraining an einem geheimen Ort anschließen.

Chance für Malysz

Durch den Verzicht Schmitts auf die beiden Wettbewerbe in Villach könnte Adam Malysz als Führender im Gesamt-Weltcup der Titelverteidigung ein gutes Stück näher kommen. Nach 4 von 23 Wettbewerben führt Malysz mit 360 Punkten vor Schmitt (232) und dem Finnen Risto Jussilainen (205).

Auszeit für Hocke?

Neben der Pause für Martin Schmitt erwägt Bundestrainer Heß, noch weitere DSV-Athleten nicht mit nach Österreich zu nehmen. Davon könnte auch der 18 Jahre alte Newcomer Stefan Hocke betroffen sein, der mit Platzierungen in der Weltspitze überraschte. Eine Pause für Hocke wäre durch mangelnde Leistung nicht zu erklären. Vielmehr deutet vieles darauf hin, dass Heß nicht vorhat, den jungen Nachwuchs-Adler Hocke zu »verheizen«.

Hannawald ist dabei

Definitiv starten wird Skiflug-Weltmeister Sven Hannawald, der am Sonntag in Titisee-Neustadt nach 20 Monaten wieder einen Weltcup gewann. Wer aus dem Perspektivkader in die Weltcup-Mannschaft nachrückt, wird am Mittwoch und Donnerstag in Ausscheidungskämpfen im österreichischen Ramsau entschieden.

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