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Tennis: Dubai - Murray im Halbfinale gegen Djokovic

Im Halbfinale der Australian Open hatte Andy Murray in einem großen und denkwürdigen Match gegen Novak Djokovic am Ende knapp das Nachsehen gehabt. Doch jetzt will der Schotte die Revanche. Im Semifinale von Dubai kommt es erneut zum Showdown.

"In Australien hatten wir ein großartiges Match gespielt. Hoffentlich kann ich das Ergebnis diesmal umdrehen", erklärte Andy Murray, als er im Siegerinterview nach seinem glatten Viertelfinal-Sieg über Tomas Berdych auf seinen Halbfinalgegner Novak Djokovic angesprochen wurde. "Vor Indian Wells und Miami wäre es super zu sehen, wo mein Tennis mittlerweile steht."

Nach dem 6:3, 7:5 über Berdych zu urteilen, ist es um Murrays Spiel insgesamt recht gut bestellt. Schließlich gelang es ihm nach drei Niederlagen in Serie erstmals wieder gegen den Tschechen zu gewinnen. Um endlich auch Djokovic schlagen zu können und sich für die knappe Fünfsatz-Niederlage im Halbfinale der Australian Open in Melbourne revanchieren zu können, muss totzdem noch eine Leistungssteigerung her.

Murray verwandelt erst siebten Matchball

Murray hatte Berdych gleich im zweiten Spiel des Matches den Aufschlag abnehmen und den ersten Durchgang nach 42 Minuten beenden können. Doch im zweiten Satz verspielte er zweimal eine Führung mit einem Break, ehe er dann nach 111 Minuten seinen insgesamt siebten Matchball verwandeln konnte.

"Ich war taktisch auf dem richtigen Weg", analysierte Murray laut atpworldtour.com. "Aber dann bin ich davon etwas abgekommen. Gegen Ende habe ich mich aber wieder gefangen. Ich habe ziemlich gekämpft und letztlich das getan, was zum Sieg notwendig war."

Djokovic mit dem glücklichen Ende

Ordentlich kämpfen musste auch Djokovic am Ende seines mit 6:1, 7:6 gewonnenen Viertelfinals gegen Landsmann Janko Tipsarevic, der im ersten Satz ziemlich von der Rolle gewirkt hatte und vor allem beim Aufschlag schwächelte. Im zweiten Durchgang lief esdann jedoch besser. "Immer wenn ich Breakbälle hatte, servierte er plötzlich gut", erklärte Djokovic.

Tipsarevic war sogar drauf und dran, den Satzausgleich zu erzielen. Doch durch einen Doppelfehler beim Stand von 5:6 im Tiebreak vergab er seinen Satzball, ermöglichte Djokovic mit einer zu langen Vorhand den Matchball, den dieser mit einem Vorhand-Winner nach 96 Minuten dann auch verwandelte. "Gegen Ende waren wir beide etwas nervös, von daher hatte ich auch ein bisschen Glück", resümierte die Nummer eins der Tennis-Weltrangliste.

Federer trifft auf del Potro

Ebenfalls im Halbfinale von Dubai steht Roger Federer, der gerade einmal 69 Minuten brauchte, um sich locker mit 6:3, 6:4 gegen Mikhail Youzhny durchzusetzen. Das große Plus Federers war wieder einmal sein Aufschlag. Einziger Wermutstropfen im Spiel des Schweizers war, dass er von elf Breakchancen nur zwei nutzen konnte. Allerdings reichte das, um den Russen in seine Schranken zu weisen und seine Siegesserie gegen Youzhny auf 12:0 Siege auszubauen

Er trifft in seinem Halbfinale auf Juan Martin del Potro, der beim 7:6, 6:2 nur im ersten Satz mühe mit seinem Viertelfinalgegner Jo-Wilfried Tsonga hatte, im zweiten dann aber nach Belieben dominieren konnte und ebenfalls Gelgenheit zur Revanche bekommt. Im Finale von Rotterdam hatte er vor 14 Tagen gegen Federer noch ganz schlecht ausgesehen.

Malte Asmus 

sportal.de / sportal

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