Tennis Haas überrascht Konkurrenz und sich selbst


Thomas Haas hat sich beim ATP-Turnier in Indian Wells eindrucksvoll zurückgemeldet. Nach Thomas Enqvist und dem Thailänder Paradorn Srichaphan besiegte der 23-Jährige Deutsche nun auch den den Spanier Albert Costa in drei Sätzen.

Damit hat wohl keiner so schnell gerechnet. Nach 15-monatiger Verletzungspause übberraschte Thomas Haas beim Tennis Masters in Indian Wells die Konkurrenz und sich selbst mit Tennis der Spitzenklasse.

Unter brütender Wüstensonne bezwang Haas den Spanier Albert Costa in drei Sätzen mit 7:6 3:6 und 6:3. Nach drei Siegen in Serie steht Haas nun im Achtelfinale, wo er auf auf Hewitt-Bezwinger Juan Ignacio Chela aus Argentinien trifft.

Lob von Weltranglisten-Ersten

"Es ist beeindruckend, wie sich Thomas Haas in Indian Wells zurückgemeldet hat," sagte der Weltranglisten-Erste Roger Federer voller Anerkennung. Auch der Drittplatzierte Andy Roddick und Altmeister Andre Agassi waren von dem Comeback des 23-jährigen Deutschen beeindruckt und gaben zu, dass sie Haas nach einer so langen Verletzungspause eine solche Leistung nicht zugetraut hätten.

Auch der deutsche Daviscupspieler selbst war nach seinem dritten Sieg in Folge "völlig baff". Baff darüber, dass er nach verlorenen zweiten Satz trotz sengender Hitze noch den dritten Satz für sich entscheiden konnte.

Dabei hat sich Haas vor seinem ersten Masters-Auftritt seit Oktober 2002 nur ein ganz bescheidenes Ziel gesetzt: das erste Auftaktspiel zu gewinnen. Sein Trainer David Ayme glaubt indes, dass er schon jetzt jeden aus der Tennis-Elite schlagen kann. "Was Thommy gegen seine starken Gegner gezeigt hat, kann keine Eintagsfliege sein. Dahinter verbirgt sich solides, antrainiertes Können."

Schulter noch immer ein Problem

Vorausgesetzt, dass seine operierte Schulter hält. Denn nach den drei Duellen in vier Tagen gegen den Schweden Thomas Enqvist, Paradorn Srichaphan aus Thailand und Albert Costa spürt Haas zwar keine Schmerzen, aber "eine gewisse Müdigkeit" in der Schulter.

Der einstige Sonyboy hingegen übt sich nach der langen Genesungsphase und dem fatalen Motorradunfall seiner Eltern, die immer noch unter den gesundheitlichen Folgen schwer leiden, in Gelassenheit. "Ich bin schon ungeduldig und würde am liebsten die Tenniswelt wieder über Nacht erobern. Doch ich weiss inzwischen, dass das Wollen allein mich nicht nach vorn bringt."

DPA

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