Olympische Winterspiele
Rodler drückt Kanzler weg - Bundesregierung gelassen

Max Langenhans weggedrückte Kanzler-Anruf ist für die Bundesregierung kein Anlass zum Ärger. Foto: Michael Kappeler/dpa
Max Langenhans weggedrückte Kanzler-Anruf ist für die Bundesregierung kein Anlass zum Ärger. Foto
© Michael Kappeler/dpa
Max Langenhan ignoriert nach seinem Olympiasieg aus Versehen einen Anruf von Kanzler Merz. Warum das für die Bundesregierung kein Problem ist.

Rodel-Olympiasieger Max Langenhan muss sich aus Sicht der Bundesregierung nicht grämen, dass er aus Versehen einen Anruf von Kanzler Friedrich Merz (CDU) weggedrückt hat. "Ich sehe keinen Grund für irgendeine Entschuldigung", sagte ein Regierungssprecher in Berlin. 

"Nicht überraschend und überhaupt nicht schlimm"

"Im Gegenteil, Herr Langenhan und alle anderen Athletinnen und Athleten, die solch hervorragende Leistungen bei Olympischen Spielen erbringen, haben unser aller Respekt und Bewunderung verdient. Der Bundeskanzler wollte ihm das persönlich ausdrücken, dass aber ein Goldmedaillengewinner nicht jederzeit telefonisch verfügbar ist, ist jetzt auch nicht überraschend und überhaupt nicht schlimm", erklärte der Sprecher.

Langenhan hatte nach eigenen Angaben nach seinem Sieg vor einigen Tagen einen Anruf von einer unbekannten Nummer erhalten, diesen aber weggedrückt, weil er gerade ein Gratulationsvideo der Reality-Stars Carmen und Robert Geiss ansah und die Nummer nicht gespeichert hatte. Er habe "den Anruf weggewischt. Und es hat sich rausgestellt: Das war Friedrich Merz", erzählte der 26-Jährige.

Doch noch ein Kontakt?

Er sei guter Dinge, dass es in nächster Zeit noch zu einem Kontakt zwischen Sportler und Kanzler kommen werde, sagte der Sprecher. Er wünsche sich, dass es möglichst viele solcher Anlässe gebe, bei denen deutsche Sportler Goldmedaillen gewinnen.

dpa

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