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Tennis: Murray siegt in Shanghai

Auch David Ferrer konnte Andy Murrays beeindruckenden Siegeszug nicht stoppen. Der Schotte sicherte sich in Shanghai seinen dritten Turniersieg in Folge auf asiatischem Boden und überholt in der neuen Weltrangliste nun Roger Federer.

Andy Murray ist derzeit unschlagbar – zumindest auf asiatischem Boden. In Shanghai sicherte sich der Schotte nach den Titel in Bangkok und Tokio durch ein 7:5, 6:4 über David Ferrer seinen dritten Turniersieg in Folge und kickte dadurch Roger Federer aus den Top Drei der Weltrangliste.

"Das ist der beste Lauf meines Lebens“, jubelte Murray laut atptennis.com nach der Pokalübergabe. "Ich habe sehr, sehr gut in den letzten Wochen gespielt. Aber heute war ich sehr nervös, weil ich unbedingt meinen Titel hier verteidigen wollte. Aber Ferrer ist einer der härtesten Gegner auf der Tour.“

Murray in den entscheidenden Momenten da

Das merkte man vor allem im ersten Satz. Bereits das Eröffnungsaufschlagspiel des Spaniers hatte satte zehn Minuten gedauert, ehe Murray sein Sevice zur Führung hatte durchbrechen können. Die Freude darüber war jedoch nur von kurzer Dauer, denn der Spanier, der mit seinen starken Grundschlägen viel Druck entfachte, schaffte das sofortige Rebreak.

Die Partie blieb eng bis Ferrer im elften Spiel mit drei Unforced Errors in Serie Murray das nächste Break ermöglichte. Dieser nutzte die Chance und beendete mit zwei Assen nach 56 Minuten den ersten Satz. "Ich hatte im ersten Satz meine Chancen. Aber beim 5:5 habe ich einfach zu schlecht gespielt“, kommentierte Ferrer.

Der zweite Durchgang begann wie der erste. Murray holte sich gleich das Break, schenkte sein anschließendes Aufschlagspiel aber dann durch zwei Doppelfehler leichtfertig her. Trotzdem behielt er die Nerven und konnte mit einem überragenden Lob Ferrers Service erneut durchbrechen.

Murray hielt seinen Vorsprung, baute durch zwei Asse auf 5:3 aus und beendete nach 105 Minuten mit eigenem Aufschlag das Match zu seinen Gunsten. "Ich habe gekämpft, aber es war unmöglich, Murray heute zu schlagen“, erklärte Ferrer.

Ziel: Weltranglisten-Position unbedingt halten

Der 14 Matchgewinn in Folge bringen Murray nun in der neuen Weltrangliste auf Position drei. Dadurch verdrängt er den Schweizer Roger Federer, der damit zum ersten Mal seit dem 7. Juli 2003 nicht mehr auf einer der ersten drei Positionen des Rankings geführt wird.

Am Anfang des Jahres wäre Murray mit dieser Platzierung nicht unbedingt zufrieden gewesen. "Das war sicherlich nicht mein Ziel, schließlich will man im Prinzip immer Nummer eins werden“, erklärte er Sky Sports. "Aber nach den US Open war das nicht mehr möglich, daher musste ich mir neue Ziele setzen. Jetzt will ich das Jahr möglichst als Dritter beenden. Das ist mir vorher noch nie gelungen.“

Dass es bis dahin noch ein weiter Weg ist, weiß Murray. "Dafür muss ich noch ein paar Matches gewinnen. Aber die letzten drei Wochen waren sehr gut. Ich hatte die richtige Einstellung und in allen Spielen hart gekämpft. Ich hoffe, dass ich meine Form für den Rest des Jahres konservieren kann.“

sportal.de / sportal

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