Tennis Schüttler im Masters-Halbfinale


So schnell wie in Cincinnatti ist Rainer Schüttler noch nie in ein Masters-Halbfinale gestürmt. In nur 68 Minuten fegte der Tennisprofi aus Bad Homburg den sieben Jahre jüngeren Amerikaner Robby Ginepri vom Center Court.

So schnell wie in Cincinnatti ist Rainer Schüttler noch nie in ein Masters-Halbfinale gestürmt. In nur 68 Minuten fegte der 27 Jahre alte Tennisprofi aus Bad Homburg am Freitag den sieben Jahre jüngeren Amerikaner Robby Ginepri mit 6:2, 6:3 vom Center Court und zog damit nach Indian Wells und in der Vorwoche in Montréal zum dritten Mal in diesem Jahr in eine Vorschlussrunde der mit 2,45 Millionen Dollar dotierten Turniere ein.

Um erstmals in einem Masters-Finale aufschlagen zu können, musste der an Nummer acht gesetzte Deutsche in der Nacht zum Sonntag Mardy Fish besiegen. Der US-Boy behauptete sich gegen David Nalbandian mit 7:6 (7:3), 6:3. Gegen den Argentinier hatte Schüttler im Halbfinale von Montreal mit 6:3, 2:6, 2:6 verloren. Im Semifinale in Indian Wells im März war der Sechstplatzierte der ATP Champions Race gegen Gustavo Kuerten (Brasilien) mit 2:6, 6:3, 2:6 unterlegen.

Das zweite Halbfinale erreichten in Cincinnatti Montréal-Gewinner und Turnier-Favorit Andy Roddick sowie Max Mirnyi (Weißrussland). Beide besiegten Argentinier. Der an Nummer sieben gesetzte Amerikaner bezwang Mariano Zabaleta mit 6:1, 6:2. Es war Roddicks 28. Erfolg in den letzten 30 Spielen. Mirnyi behauptete sich gegen Guillermo Coria nach über zweistündiger Regenunterbrechung mit 6:2, 7:5.

"Ich habe heute alles richtig gemacht und bin sehr glücklich mit meinem Spiel. Jetzt will ich endlich auch einmal in ein Masters- Finale einziehen", meinte Schüttler nach seinem beeindruckenden Kurzauftritt gegen Ginepri, der bis vor zwei Jahren zu den weltbesten Junioren zählte. "Ich fühle mich zwar nach meinem Hexenschuss noch nicht hundertprozentig fit, dennoch läuft alles wunschgemäß. Mit jedem Sieg wächst auch das Selbstbewusstsein und die Schmerzen treten in den Hintergrund", sagte Schüttler, der wegen seiner Rückenbeschwerden mit schmerzstillenden Tabletten spielt.

Nach den Breaks zum 3:2 und 5:2 beendete Schüttler den ersten Satz nach 29 Minuten. Im zweiten Satz nahm er Ginepri die Aufschläge zum 4:3 und 6:3 ab. Mit dem ersten Matchball besiegelte der Australian Open-Finalist sein Weiterkommen. "Wenn Rainer so aggressiv spielt wie heute, Fish von Anbeginn unter Druck setzt und gut retourniert, zieht er ins Finale ein", prophezeite Schüttlers Trainer Dirk Hordorff. Sein Schützling und dessen 21 Jahre alter Kontrahent aus Tampa in Florida standen sich erst einmal gegenüber. Anfang Januar beim ATP- Turnier in Sydney gewann Schüttler im Viertelfinale im 7:6 (7:5), 6:4.

Nach dem Viertelfinal-Aus der neuen Weltrangisten-Ersten Kim Clijsters beim mit 1,325 Millionen Dollar dotierten WTA- Turnier in Toronto stehen sich im Halbfinale ihre belgische Landsfrau Justine Henin-Hardenne und Elena Dementjewa (Russland) sowie Paola Suarez (Argentinien) und Lina Krasnorutskaja (Russland) gegenüber.

Die neunmalige Grad Slam-Gewinnerin Monica Seles indes überraschte am Freitag mit der Mitteilung, dass sie wegen ihrer Fußverletzung bei den am 25. August in New York beginnenden US Open nicht teilnehmen wird. "Monica bekam den Rat von ihrem Arzt, weil ihre Stressfraktur im linken Fuß noch nicht 100-prozentig ausgeheilt ist", erklärte Seles’ Agent Tony Godsick. Seles hat seit ihrer Erst-Runden- Niederlage im Mai bei den French Open nicht mehr gespielt.


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