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Tennis: Tommy Haas gewinnt Gerry Weber Open-Finale gegen Roger Federer

Tommy Haas hat seinen zweiten Titel bei den Gerry Weber Open in Halle und seinen 13. Turniererfolg überhaupt ausgerechnet gegen Rasen-König Roger Federer gewonnen. Dabei verdankte er den Sieg zum einen seiner Entschlossenheit, zum anderen auch einem ungewöhnlich fehlerbehafteten Auftreten seines Gegenübers.

Mit einem 7:6 und 6:4 hat Tommy Haas das Endspiel der Gerry Weber Open gegen Roger Federer gewonnen, damit seinen zweiten Turniersieg in Halle und den 13. Erfolg auf der ATP-Tour insgesamt gefeiert.

In den letzten neun Begegnungen der beiden Freunde zuvor hatte Haas jeweils den Kürzeren ziehen müssen und zuletzt bei den Australian Open 2002 gegen den Schweizer gewonnen, doch beim 94 Minuten dauernden Endspiel auf ostwestfälischem Rasen behielt er am Ende die Coolness und Entschlossenheit, die Federer so manches Mal zu fehlen schien.

Denn der ehemalige Weltranglisten-Erste aus der Schweiz leistete sich ungewöhnlich viele Fehler und verzog dabei besonders oft die Vorhand ins gegnerische Aus. "Ich freue mich für Tommy", gratulierte Federer artig nach dem Match und verlor lieber lobende Worte für den Gegner: "Er hat einfach gut gespielt."

Federer: Gut begonnen - dann nachgelassen

Zunächst hatte das Finale nach der erwartet einseitigen Geschichte ausgesehen, als Federer gleich das erste Aufschlagspiel von Haas an sich riss und auch bei dessem zweiten Service dran blieb. Doch Haas konnte später per Re-Break ausgleichen und den ersten Satz in den Tie-Break bringen, wo er wieder von zu langen Bällen des Schweizer profitierte und nach 40 Minuten den ersten Durchgang für sich entschied.

Auch im zweiten Durchgang fand Federer nicht zu seinem gewohnten Spiel, immer wieder landeten seine Bälle ohne Not im Aus. Dazu kam auf der Gegenseite der entschlossen agierende Haas, der Federer schließlich beim Stande 4:4 in dem wohl sehenswertesten und längsten Ballwechsel das Service abnahm und in seinem anschließenden Aufschlagspiel vollenden konnte.

Unter den Augen von Vater Peter, seinem Schwiegervater David Foster und Tennis-Legende Henri Leconte schloss der Noch-87. der Weltrangliste eine erfolgreiche Woche in Ostwestfalen ab. In der ATP-Rangliste dürfte er nun an den Top 50 knabbern und somit bestens gerüstet in die kommenden Rasen-Wochen gehen, die ab dem 25. Juni ihren ersten Höhepunkt in Wimbledon führen. Dort schlägt Haas mit einer Wildcard auf und muss nicht, wie zuletzt bei den French Open, durch die Qualifikation.

sportal.de / sportal

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