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Tennis: US Open - Petkovic und Lisicki folgen Görges

Die deutschen Frauen bleiben bei den US Open in der Erfolgsspur. Nach Julia Görges zogen auch Sabine Lisicki, Andrea Petkovic und Angelique Kerber in die 2. Runde ein. Während sich Lisicki auf das Spiel gegen Venus Williams freuen kann, konnte Petkovic nach ihrer Knieverletzung aufatmen.

Andrea Petkovic ging wegen einer Knieverletzung angeschlagen in die US Open, umso wichtiger war der lockere Zweisatzerfolg zum Auftakt. Gegen die russische Qualifikantin Ekaterina Bychkova siegte Petkovic 6:2, 6:2. In der nächsten Runde wartet mit Vitalia Diatchenko oder Jie Zheng die nächste lösbare Aufgabe.

Wie Petkovic und am Tag zuvor Julia Görges zogen auch Sabine Lisicki und Angelique Kerber locker in die 2. Runde ein. Lisicki hätte eigentlich schon am ersten Tag spielen sollen, nach ihrem Turniersieg in Dallas und der schwierigen Anreise nach New York wurde ihr von den Veranstaltern aber ein Tag mehr Pause eingeräumt.

Gegen Alona Bondarenko kam Lisicki beim 6:3, 6:3-Erfolg nie in ernsthafte Schwierigkeiten. Das Turnier in Flushing Meadows hat nun aber bereits seinen Knaller: Lisicki darf sich auf ein großes Duell mit Venus Williams freuen.

Berrer und Bachinger scheiden aus

Minuten später zog auch Angelique Kerber mit 7:6 (7:3), 6:3 gegen das 17 Jahre alte US-Talent Lauren Davis in die zweite Runde ein und trifft dort auf die an Nummer zwölf gesetzte Polin Agnieszka Radwanska. Michael Berrer scheiterte mit 4:6, 6:4, 3:6, 2:6 gegen den Italiener Potito Starace zum vierten Mal nacheinander in der ersten Runde von New York. Auch Matthias Bachinger musste nach starkem Beginn die Segel streichen und schied in einem Fünfsatzkrimi 6:2, 6:1, 1:6, 4:6, 4:6 aus.

Auf Lisicki war dagegen Verlass. Anders als die Weltranglisten-18., die erstmals unter den Top 20 steht, ist Williams nach einer Seuchensaison in Flushing Meadows nicht gesetzt. Doch darin sieht Lisicki keinen Vorteil: "Wir haben zweimal gegeneinander gespielt, und beide Male war es sehr intensiv. Es wird nur auf die Tagesform ankommen, wer gewinnt. Die Williams-Schwestern darf man bei einem Grand Slam nie unterschätzen." Im direkten Vergleich steht es 1:1.

Eine Hüft- und eine Bauchmuskelverletzung sowie zuletzt eine Viruserkrankung warfen Venus Williams immer wieder zurück. Die US Open, die sie zweimal gewann, sind erst ihr viertes Turnier in dieser Saison. "Ich werde versuchen, mein Bestes zu spielen", sagte die 31-Jährige nur, als sie nach ihrem Auftaktsieg über die Russin Wesna Dolonz am Montagabend nach Lisicki gefragt wurde.

"Ich bin hart im Nehmen"

Die Wimbledon-Halbfinalistin feierte gegen Bondarenko ihren 23. Sieg in den vergangenen 27 Begegnungen. Lisicki ließ sich nicht davon beirren, dass sie wegen Wirbelsturm Irene erst am Montagnachmittag und damit so spät wie noch bei einem Grand-Slam-Turnier eingetroffen war. "Das war alles nicht leicht, aber ich bin hart im Nehmen, und mein Turniersieg in Dallas hat mir dabei sicher geholfen, dass ich das heute hingekriegt habe. Besser kann man gar nicht in ein Grand-Slam-Turnier gehen", sagte die 21-Jährige mit Rückblick auf den dritten Turniersieg ihrer Karriere am Wochenende in Texas.

Die einstige Weltranglisten-19. Bondarenko, die wegen einer Knieverletzung in diesem Jahr auf Rang 124 zurückfiel, spielte phasenweise gut mit, doch Lisicki agierte mit sehr viel Selbstvertrauen und verfügte über die härteren Schläge. Nach 70 Minuten beendete Lisicki dank eines Vorhandfehlers von Bondarenko die Partie mit ihrem zweiten Matchball und will nun im vierten Anlauf versuchen, erstmals die dritte Runde der US Open zu erreichen.

Das Knie hält

Petkovic hatte nach ihrer im Turnier in Cincinnati erlittenen Knieverletzung in den vergangenen Tagen alles daran gesetzt, doch noch antreten zu können. Ratschläge aus ihrem Umfeld, lieber auf den Start beim letzten Grand Slam-Turnier zu verzichten, schlug die deutsche Nummer eins in den Wind und trainierte stattdessen viel, um möglichst gut vorbereitet zu sein.

Gegen Bychkova war Petkovic dann auch von der ersten Minute an hellwach und dominierte das Match nach einem frühen Break im ersten Satz. Nur der Tape-Verband am Knie erinnerte an die Probleme der letzten Tage, ein richtiger Härtetest gegen stärkere Gegnerinnen steht aber noch aus.

sportal.de / sportal

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