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US-Basketball: Nowitzki mit Pech im Thriller-Spiel

Der letzte Wurf ging daneben: Die Dallas Mavericks haben das Spitzenspiel gegen die Phoenix Suns in allerletzter Sekunde verloren - Nowitzkis letzter Versuch landete auf dem Ring und nicht im Korb.

Beim letzten Aufeinandertreffen war er der gefeierte Held, diesmal der Pechvogel: Dirk Nowitzki verpasste bei der 127:129-Niederlage seiner Dallas Mavericks nach zweimaliger Verlängerung im Spitzenspiel der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA gegen die Phoenix Suns mit der Schlusssirene in der regulären Spielzeit den Sieg. Und auch bei der letzten Aktion der Verlängerung landete sein Ball nur am Ring und nicht im Korb. Am 28. Dezember hatte Nowitzki noch mehr Glück gehabt. Damals gelang ihm eine Sekunde vor Schluss der 101:99-Siegtreffer.

Mit 30 Punkten war der Würzburger zweitbester Werfer seines Teams hinter Jerry Stackhouse, dem mit 33 Zählern ein Saisonrekord gelang. Außerdem holte Nowitzki 16 Rebounds. Trotz dieser guten Bilanz stand der 28-Jährige im Schatten von Amare Stoudemire, der 41 Punkte erzielte und somit neben Steve Nash den Unterschied in einem hochklassigen Duell zweier gleich starker Teams ausmachte. "Das hatte schon etwas von Playoff-Atmosphäre. Beide Teams haben mit hoher Intensität gespielt, beide hatten bis zum Schluss Siegchancen", sagte Stoudemire. "Das war ein großes Spiel. Es ist enttäuschend, dass wir verloren haben. Aber wir werden zurückschlagen", meinte Stackhouse mit Blick auf den nächsten Giganten-Gipfel am 1. April in Phoenix.

Zweite Niederlage nacheinander

Für Dallas war das verlorene Spitzenspiel die zweite Niederlage nacheinander, nachdem es am Montag bei den Golden State Warriors ein 100:117 gegeben hatte. Zudem endete die eindruckvolle Serie von 23 Heimsiegen nacheinander. Die Texaner begannen die Partie, wie sie am Montag aufgehört hatten - unkonzentriert und uninspiriert. So hatten die Gastgeber im ersten Viertel sieben Fehlpässe, erzielten lediglich zehn Punkte aus dem Feld und ließen 32 Zähler des Gegners zu. "Was ist los?", fragte Mavericks-Trainer Avery Johnson seine Spieler nach enttäuschenden ersten zwölf Minuten. "Die vielen Ballverluste passen gar nicht zu uns", meinte der zuletzt so erfolgsverwöhnte Coach.

Auch in der Trefferquote aus dem Feld heraus waren die Suns in der ersten Halbzeit klar überlegen. 61 Prozent ihrer Würfe landeten im Korb, bei Dallas waren es nur 43 Prozent. Die 60:53-Pausenführung der Gäste spiegelte den Spielverlauf wieder. Zu Beginn der zweiten Halbzeit zeigten die Mavericks dann, warum sie das Topteam der Liga sind. Mit 38:16 entschieden sie das dritte Viertel für sich und führten mit 91:76. "Da haben sie uns alt aussehen lassen", sagte Phoenix' Spielmacher Steve Nash. Allerdings, so der Kanadier, habe Dallas vergessen, den Sack zuzumachen.

Phoenix' Steve Nash mit den enscheidenden Würfen

Bei einer 108:101-Führung für Dallas zeigte Nash, warum ihn viele für den wertvollsten Spieler der NBA halten. Der 33-Jährige erzielte die letzten zehn Punkte für sein Team, dabei gelang ihm ein Drei- Punkte-Wurf zum 111:111 genau 2,7 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit. In der ersten Verlängerung waren die Gäste aus Arizona besser, doch John Terry rettete Dallas mit einem erfolgreichen Dreier zum 120:120 in die zweite Sonderschicht. Hier dominierte Phoenix erneut, musste aber bis zum Fehlversuch von Nowitzki in der letzten Aktion des Spiels um den prestigeträchtigen Sieg bangen. "Wir hatten letztlich die bessere Kondition", freute sich Nash über den Erfolg an früherer Wirkungsstätte.

Heiko Oldörp/DPA / DPA

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