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US Sport: Nowitzki, who else?

Was wären die Dallas Mavericks ohne ihren Superstar Dirk Nowitzki? Zum Auftakt der NBA-Saison zeigte "Dirkules" in Phoenix einmal mehr ganz starke Nerven und avancierte zum Matchwinner.

Spektakulärer hätten die Dallas Mavericks mit ihrem deutschen Superstar Dirk Nowitzki kaum in die 59. Saison der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA starten können. Die Mavericks gewannen in der Nacht zum Mittwoch nach zweimaliger Verlängerung mit 111:108 bei den Phoenix Suns und nahmen damit erfolgreiche Revanche für den letztjährigen K.o. im Halbfinale der Western Conference.

Entscheidenden Anteil am Sieg der "Mavs" vor 17.961 Zuschauern in der America West Arena hatte Deutschlands Ausnahme-Basketballer Nowitzki, der seine Führungsqualitäten im Team von Trainer Avery Johnson mit 28 Punkten und 15 Rebounds unter Beweis stellte. Der 27- jährige Würzburger war es auch, der in der packenden Partie nach fast aussichtslosem 17-Punkte-Rückstand von 66:83 das Ruder 7:44 Minuten vor Ende der regulären Spielzeit herumriss. Der MVP ("wertvollste Spieler") der Europameisterschaft blies mit drei "Dreiern" in Serie zur Aufholjagd und verkürzte beim 21:3-Lauf der Mavericks auf 85:86.

Dallas mit vier zweistellig treffenden Akteuren

Ausgerechnet Nowitzkis bester Freund, der ehemalige Maverick Steve Nash, der den Texanern im Vorjahr das Playoff-Aus beschert hatte, avancierte zum Antipoden des Würzburgers. Der kanadische "MVP" der letzten NBA-Saison war mit 30 Punkten (9 Assists) nicht nur bester Werfer der Begegnung, sondern sorgte vier Sekunden vor Schluss der normalen Spielzeit mit zwei Freiwürfen für den 90:90-Ausgleich und die erste Verlängerung.

Dort drohte der in diesem Abschnitt völlig leer ausgehende Nowitzki zum tragischen Helden zu werden. Doch in der zweiten Verlängerung erzielte Nowitzki noch vier Punkte. Einer von zwei Freiwürfen durch Keith Van Horn sorgte dann für den 111:108-Endstand. Nashs "Dreier-Versuch" mit der Schlusssirene verfehlte sein Ziel. Mit Jason Terry (23), Josh Howard (16), Van Horn (15) und Marques Daniels (13) hatten die Texaner vier weitere zweistellig treffende Akteure.

Hornets schlagen die Kings

In die Verlängerung ging auch die Partie zwischen den Philadelphia 76ers und den Milwaukkee Bucks, deren überragender Michael Redd beim 117:108 der Gäste mit 30 Punkten Matchwinner war. Der Australier Andrew Bogut feierte bei den Bucks mit 13 Punkten und 9 Rebounds ein bemerkenswertes NBA-Debüt. Bei Philadelphia punkteten Allen Iverson (35) und Chris Webber (32) hochkarätig.

Titelverteidiger San Antonio Spurs startete mit einem 102:91-Sieg über die Denver Nuggets in die neue Saison, wobei der französische Spielmacher Tony Parker als Topscorer 14 seiner 26 Punkte im letzten Viertel erzielte. Tim Duncan (19), Ex-Maverick Michael Finley (16) und Manu Ginobili (10) trafen noch zweistellig. Denvers Bester war Carmelo Anthony (23). Die wegen der Sturmschäden des Hurrikans "Katrina" an ihrem Heimspielort nach Oklahoma City ausgewichenen New Orleans Hornets kamen gegen die Sacramento Kings zu einem 93:67- Kantersieg, zu dem P.J. Brown (20) und J.R. Smith (19) die meisten Punkte beisteuerten. Für die Korbjäger aus der kalifornischen Hauptstadt traf der serbische Weltmeister Peja Stojakovic (18) am besten.

DPA

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