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Vitali Klitschko: Herber Rückschlag für den Weltmeister

Schwergewichts-Weltmeister Vitali Klitschko muss unters Messer. Das hat auch Auswirkungen auf die zweite Titelverteidigung des Schwergewichts-Weltmeisters.

Die Titelverteidigung des Champions des World Boxing Councils wird frühestens im September oder Oktober stattfinden, wie am Sonntag Klitschkos amerikanischer Berater Shelly Finkel dem TV-Sportkanal ESPN sagte. Das Rückenproblem sei sogar so schwerwiegend, dass der gebürtige Ukrainer nicht von seiner Wahlheimat Los Angeles nach Deutschland fliege, um am Samstag in der Dortmunder Westfalenhalle beim Kampf seines Bruders Wladimir gegen den Kubaner Eliseo Castillo als Betreuer in der Ringecke zu stehen.

Die ursprünglich für den 30. April im New Yorker Madison Square Garden geplante WM-Pflichttitelverteidigung gegen den 32-jährigen Amerikaner Hasim Rahman (USA) wurde somit wegen einer Verletzung von Klitschko bereits zum dritten Mal verschoben. Als erster Verlegungstermin war der 18. Juni, dann der 23. Juli benannt worden.

Verletzungen satt

einem Monat hatte sich der ältere Klitschko-Bruder beim Fitnesstraining in seiner Heimatstadt Kiew einen Muskelfaserriss in der Hüftgegend zugezogen, der auch Schmerzen in seinem linken Bein verursachte. "Die Schmerzen haben etwas zu tun mit seinem Rücken", sagte Finkel. Bereits im Juli 2002 hatte sich Klitschko im Training einen Bandscheibenvorfall zugezogen, woraufhin er sich in der Heidelberger Atos-Klinik einer komplizierten Operation unterziehen musste. Die Verletzung hatte zu einer sofortigen Lähmung der Fußhebermuskulatur im rechten Bein geführt. Sein damals für den 20. Juli geplanter Kampf gegen Larry Donald aus den USA fand vier Monate später statt.

Mit der zweiten Rückenoperation erlitt Klitschko zum wiederholten Male einen herben Rückschlag. Im April 2000 verlor der seinerzeit noch beim Hamburger Universum Boxstall unter Vertrag stehende Profi wegen eines komplizierten Sehnenabrisses in der Schulter den WM- Titel der World Boxing Organization an Chris Byrd aus den USA und musste ein halbes Jahr aussetzen. Im darauf folgenden Jahr zog sich der 33-Jährige einen Kreuzbandriss zu und fiel acht Wochen aus.

K.o.-Sieg ist Pflicht

Klitschko hatte am 24. April vorigen Jahres in Los Angeles den vakanten WM-Titel des WBC gegen den Südafrikaner Corrie Sanders durch technischen K.o. in der achten Runde erkämpft. Vor vier Monaten hatte der dreifache Vater in Las Vegas seinen WM-Gürtel gegen den Engländer Danny Williams durch technischen K.o. in der achten Runde erstmals verteidigt. Rahman, der im April 2001 sensationell den britischen Weltmeister Lennox Lewis durch K.o. in der 5. Runde entthront hatte, gewann den WBC-Ausscheidungskampf im vorigen November in New York gegen Kali Meehan aus Australien durch technischen K.o. in der 4. Runde.

DPA / DPA

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