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Wimbledon: Lisicki trifft auf Scharapowa, Kerber auf Clijsters

Sabine Lisicki kämpft sich aus ihrem Formtief. Nach einem Dreisatzsieg gegen US-Youngster Sloane Stephens steht die Vorjahreshalbfinalistin in Wimbledon wieder im Achtelfinale. Dort wartet Maria Scharapowa. Angelique Kerber ist auch souverän weiter.

Deutschlands Spitzentennisspielerinnen Angelique Kerber und Sabine Lisicki haben in Wimbledon den Sprung ins Achtelfinale geschafft. Auf Vorjahreshalbfinalistin Lisicki wartet nun ein Highlight: Sie trifft auf die Weltranglisten-Erste Maria Scharapowa. "Das wird ein hartes Stück Arbeit", sagte der Superstar respektvoll über die Berlinerin, "sie ist eine sehr gute Rasenspielerin".

Auch die Kielerin Kerber bekommt in ihrem ersten Wimbledon-Achtelfinale eine besondere Gegnerin: Kim Clijsters. Kerber, Nummer acht in der Welt, scheint gerüstet zu sein für die Aufgabe gegen die ehemalige Weltranglisten-Erste. Sie präsentierte sich beim 6:2, 6:3 gegen US-Youngster Christina McHale souverän. "Ich mag Gras und fühle mich sehr wohl. Es ist das erste Mal, dass ich hier in der zweiten Woche dabei bin", sagte die 24-Jährige. Lob gab es von Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner: "Angie ist schwer zu schlagen in dieser Form."

Das soll auch die Belgierin Clijsters zu spüren bekommen, die ihre letzten All England Championships bestreitet. Sie setzte sich gegen die Russin Vera Swonarewa durch, die beim Stand von 6:3, 4:3 für Clijsters aufgab.

Neuauflage des Halbfinals aus dem Vorjahr

Lisicki hatte gegen eine andere 19-jährige US-Aufsteigerin zwar mehr Mühe, machte beim 7:6 (7:5), 1:6, 6:2 gegen Sloane Stephens aber einen weiteren Schritt aus dem Formtief. "Ich liebe es einfach, auf Rasen zu spielen. Das ist mein Lieblingsturnier und die Fans unterstützen mich so sehr", sagte die 22-Jährige. Zuletzt hatte sie noch vier Erstrundenpleiten kassiert und sich eine Woche zum Training in Nick Bollettieris Akademie einquartiert.

Nun steht die Neuauflage des Halbfinals aus dem Vorjahr gegen Scharapowa an. Die Weltranglisten-Erste und French-Open-Siegerin setzte sich mit 6:1, 6:4, gegen Hsieh Su-Wei aus Taiwan durch. "Bine hat absolut nichts zu verlieren gegen die Spielerin der Stunde", sagte Rittner. "Ich freu' mich darauf. Es ist immer eine große Herausforderung, gegen Maria zu spielen. Auch wenn sie jetzt mit viel Selbstvertrauen von den French Open kommt", meinte Lisicki.

Im Vorjahr unterlag sie in Wimbledon der Russin in zwei Sätzen, im Achtelfinale der Australian Open konnte Lisicki ihr immerhin einen Satz abtrotzen. Im direkten Vergleich der beiden in Florida lebenden Spielerinnen liegt sie 0:3 zurück.

Nach Lisicki und Kerber wollte auch Florian Mayer am Freitag noch den Sprung unter die besten 16 schaffen. Julia Görges und Philipp Kohlschreiber bestreiten ihre Drittrundenpartien bei der mit 19,96 Millionen Euro dotierten Grand-Slam-Veranstaltung an diesem Samstag.

Inga Radel, DPA / DPA

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