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Wintersport: Keine Medaille für deutsche Herren

Beim Massenstart bei der Biathlon-WM in Ruhpolding blieb Andreas Birnbacher wieder nur der vierte Platz. Weltmeister wurde erneut Martin Fourcade, der seine dritte Goldmedaille einsammelte. Silber und Bronze ging an die beiden Schweden Björn Ferry und Fredrik Lindström.

Für die deutschen Herren hat es bei der Biathlon-Weltmeisterschaft in Ruhpolding nicht zu einer Einzelmedaille gereicht. Andreas Birnbacher wurde im Massenstart erneut nur Vierter. Seine dritte Goldmedaille sicherte sich der Franzose Martin Fourcade vor den beiden Schweden Björn Ferry und Fredrik Lindström.

Martin Fourcade und Ole Einar Bjoerndalen übernahmen das Kommando auf der ersten Runde und setzten sich vor dem ersten Schießen an die Spitze. Aber auch Andreas Birnbacher und Arnd Peiffer hielten sich im vorderen Drittel auf, um keine Attacke der Konkurrenz zu verpassen. Und tatsächlich drückte Martin Fourcade aufs Tempo und lief zum ersten Schießen hin einige Meter Vorsprung heraus.

Bei beinahe völliger Windstille schossen die meisten der Favoriten keine Fehler, nur Titelverteidiger Emil Hegle Svendsen verabschiedete sich mit zwei Fehlschüssen aus dem Kreis der Medaillenkandidaten. In der Loipe bestimmte weiterhin Doppelweltmeister Martin Fourcade das Tempo und er führte eine Gruppe von 15 Läufern an, zu der auch Birnbacher, Peiffer und Michael Greis gehörten.

Birnbacher, Greis und Peiffer ohne Fehler

Beim zweiten Schießen zeigte Birnbacher seine ganze Klasse und schoss schnell und fehlerfrei, was die Führung für ihn bedeutete, während auch Peiffer und Greis ohne Fehler blieben, musste Martin Fourcade eine Strafrunde absolvieren. Neun Athleten tummelten sich nun an der Spitze.

Etwas überraschend war keiner der starken Franzosen dabei. Aber Martin Fourcade führte seinen Bruder Simon am Anstieg wieder an die Spitzengruppe heran. Schnell schob er sich wieder auf den vierten Platz nach vorne.

Das erste Stehendschießen sollte die Spreu vom Weizen trennen - und so kam es auch. Birnbacher blieb erneut fehlerfrei und ging als Erster zurück auf die Strecke. Ihm folgten Björn Ferry (Schweden) und Jaroslav Soukup (Tschechien) mit knapp sieben Sekunden Rückstand. Fourcade, Björndalen und Peiffer mussten allesamt in die Strafrunde.

Fehlschuss beim letzten Schießen kostet Birnbacher Gold

Auf der Strecke konnte Birnbacher den Vorsprung auf das Verfolger-Duo auf zehn Sekunden ausbauen, aber dahinter kamen die anderen Top-Favoriten mit den beiden Fourcade-Brüdern, Bjoerndalen, aber auch Peiffer schnell heran. Das letzte Schießen musste entscheiden. Doch diesmal erwischte es auch den Deutschen und er musste eine Strafrunde absolvieren, ging aber trotzdem als Vierter zurück auf die Strecke.

Martin Fourcade traf diesmal alle Scheiben und setzte sich mit Ferry gemeinsam an die Spitze. Birnbacher kämpfte mit Simon Fourcade, Carl Johann Bergman und Fredrik Lindström um den Anschluss. Am Anstieg musste Ferry abreißen lassen, konnte den zweiten Platz aber behaupten.

Martin Fourcade gewann seine dritte Goldmedaille der Weltmeisterschaft, Andreas Birnbacher konnte im Zielsprint aber nicht mehr zulegen und ihm blieb hinter Ferry und Lindström nur erneut der vierte Platz.

sportal.de / sportal

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