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Wintersport: Magdalena Neuner holt zweiten Saisonsieg

Nach dem Rummel um ihren Rücktritt zeigte sich Magdalena Neuner völlig unbeeindruckt und siegte im Sprint über 7,5km vor Kaisa Mäkäräinen aus Finnland und der Russin Olga Zaitseva.

Unbeeindruckt vom Rummel um ihre Rücktrittserklärung hat Magdalena Neuner ihren zweiten Saisonsieg geholt. Die Biathlon-Rekordweltmeisterin gewann in Hochfilzen nach fehlerfreiem Schießen den Sprint über 7,5 Kilometer und untermauerte damit ihre beeindruckende Frühform.

"Das fühlt sich gut an, denn die letzten Tage haben viel Energie gekostet", sagte die Rekordweltmeisterin. Die zweimalige Gesamtweltcup-Gewinnerin bekannte: "Mir ist eine große Last von den Schultern gefallen. Jetzt kann ich ganz befreit meine Wettkämpfe machen und mich wieder ganz auf den Sport konzentrieren." Nach ihrem zwölften Weltcup-Erfolg über die 7,5-Kilometer-Distanz, dem zweiten in dieser Saison, stellte sie fest: "Ich bin momentan nicht in Topform."

Neuner ist "etwas besonderes"

Sie hatte bereits beim Saisonauftakt in Östersund den Sprint gewonnen, zudem holte sie in Schweden zwei dritte Plätze. Damit lief die 24-Jährige in jedem der bisherigen Saisonrennen aufs Treppchen. So erfolgreich war die Doppel-Olympiasiegerin noch nie in eine Saison gestartet. Sie baute zudem ihre Führung im Gesamtweltcup und in der Disziplinwertung weiter aus.

Als Neuner mit ihrem zehnten und letzten Schuss ins Schwarze getroffen hatte, ballte Bundestrainer Gerald Hönig die Faust. "Magdalena hat gezeigt, dass sie wirklich etwas besonderes ist", so der Coach. Auch die 7400 Zuschauer auf den voll besetzten Tribünen jubelten.

Schon beim Start hatten sie Magdalena Neuner, die weiter im Gelben Trikot läuft, gefeiert. Als sie ins Ziel kam, ging sie erst einmal auf die Knie. Dann gab es ein Küsschen von der zweitplatzierten Kaisa Mäkäräinen. Die Finnin liegt vor dem Verfolgungsrennen 14,9 Sekunden zurück. Dritte wurde die Russin Olga Zaitseva (+22,7 Sekunden).

Schwanger in der Loipe

Die zweimalige Olympiasiegerin Andrea Henkel schoss als Achte fehlerlos, war aber in der Loipe 33,6 Sekunden langsamer als Neuner. Vize-Weltmeisterin Tina Bachmann (2) wurde 14. Carolin Hennecke ließ bei ihrem Weltcup-Debüt keine Scheibe stehen und wurde 25. Kathrin Hitzer (2) und die mit fünf Fehlern belastete Miriam Gössner konnten sich nicht im Vorderfeld platzieren.

Viel Wirbel gab es in Hochfilzen auch um Kathrin Hitzer, nicht wegen Platz 43 im Sprint, sondern weil die 25-Jährige ihre Schwangerschaft im dritten Monat bekanntmachte. "Ich habe bis Ende Januar Grünes Licht von den Ärzten bekommen. Aber ich werde nichts über's Knie brechen, die Gesundheit des Kindes geht vor", sagte Hitzer. Erst vor wenigen Wochen hatten sie und ihr Freund, der frühere Biathlet Toni Lang, von der Schwangerschaft erfahren. "Ich hätte Lust weiterzumachen, auch mit Kind", kündigte Hitzer an. 

sportal.de / sportal

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