HOME

Wintersport: Neuner Dritte in Nove Mesto

Am Ende fehlten Magdalena Neuner trotz zwei Strafrunden nur wenige Sekunden zum Sieg. Wenn sie keine Probleme mit dem Material gehabt hätte, wäre für die Rekordweltmeisterin in Nove Mesto sogar mehr als der dritte Platz möglich gewesen.

Zwei Fahrkarten, zwei Strafrunden, aber trotzdem am Ende mit nur 32,9 Sekunden Rückstand hinter Siegerin Kaisa Mäkäräinen und Helena Ekholm Dritte in Nove Mesto. Was wäre für Magdalena Neuner möglich gewesen, wenn sie nicht verwachst hätte?

Möglicherweise ihr zweiter Karrieresieg im Biathlon-Klassiker, dem Einzelrennen über 15 Kilometer, nach dem Erfolg in Antholz 2010. Doch so lief sie im zehnten Weltcup-Rennen der Saison immerhin zum achten Mal auf das Podest, verteidigte die Führung im Gesamtweltcup und zog im Ziel ein positives Fazit.

Mäkäräinen beschenkt sich selbst zum Geburtstag

"Vom Material her hatte ich keine Chance. Trotzdem habe ich ein gutes Rennen gemacht mit zwei Schießfehlern. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden", erklärte die Rekordweltmeisterin, die wieder einmal beste deutsche Starterin wurde.

"Ich denke, ich habe ein solides, gutes Rennen gemacht", meinte die Wallgauerin mit einem zufriedenen Lächeln und berichtete: "Als Darya Domracheva an mir vorbei geschossen ist, habe ich mir gedacht: Alles klar. Am Anstieg ging's, aber in der Abfahrt war kein Land in Sicht." Wie klar Neuner materialtechnisch im Nachteil war, zeigt, dass die Weißrussin ihrer Gegenspielerin in der Loipe 1:15 Minuten abnahm - sonst ein Unding.

Nicht nur zufrieden, sondern überglücklich war dagegen Kaisa Mäkaräinen, die sich mit ihrem vierten Weltcup-Sieg das schönste Geschenk zu ihrem 29. Geburtstag selbst machte. "Es war ein sehr schweres Rennen, aber ich bin sehr glücklich, dass ich erstmals in dieser Saison gewonnen habe. Ich bin glücklich, dass ich es geschafft habe", strahlte sie.

Hildebrand in Top Ten

Ausgerechnet mit dem letzten Schuss vergab Franziska Hildebrand eine noch bessere Platzierung. Nach 19 Treffern reihte sie sich aber als Zehnte ein und schaffte endgültig die WM-Qualifikation.

Andrea Henkel hatte nach drei Strafminuten 2:47,7 Minuten Rückstand auf Mäkäräinen und kam nicht unter die Top 15. Tina Bachmann, immerhin amtierende Vize-Weltmeisterin im Einzel konnte gleich fünf Scheiben nicht abräumen und musste sich mit Platz 29 begnügen.

Am Schießstand völlig neben sich stand wieder einmal Miriam Gössner. Die Staffel-Weltmeisterin kassierte gleich sieben Strafminuten und setzte damit ihren schlechten Saisontrend fort. Mit dem Gewehr geht bei der 21-Jährigen derzeit gar nichts. "Ich weiß nicht, was ich heute falsch gemacht habe. Ich kann es mir nicht erklären. Ich arbeite dran, dass es besser wird", meinte sie schon fast resignierend. 

sportal.de / sportal

Wissenscommunity