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Wintersport: Staffelgold für Norwegen, Frankreich und Deutschland auf den Plätzen

Beim Sieg der norwegischen Staffel hat das deutsche Quartett den Herren die erste Medaille der Titelkämpfe beschert. Norwegen gewann trotz einer Strafrunde für Startläufer Ole Einar Björndalen vor Frankreich und der DSV-Staffel.

Zwei Nachlader haben Frankreich die Goldmedaille bei der Biathlon-WM in Ruhpolding gekostet. Beim letzten Schießen nutzte Emil Hegle Svendsen die Fehler von Martin Fourcade, schoss Null und gewann mit 29,7 Sekunden Vorsprung. Norwegen verteidigte so seinen Titel aus dem letzten Jahr. 

Das deutsche Quartett belegte in der Besetzung Simon Schempp (0+1), Andi Birnbacher (1+3), Michael Greis (2+0) und Arnd Peiffer (1+2) den Bronze-Rang mit 53 Sekunden Rückstand auf die Sieger und gewann so die erste Medaille für die deutschen Herren. Für die Damen hatte Magdalena Neuner bereits Gold und Silber gewonnen, die Mixed -Staffel war ebenfalls Dritte geworden.

Björndalen muss in die Strafrunde

Das Rennen hatte für Norwegen denkbar schlecht begonnen. Startläufer Ole Einar Björndalen hatte zwar mit fünf Treffern begonnen und die Führung nach dem ersten Schießen übernommen, musste dann aber trotz der drei Nachlader nach dem Stehendschießen einmal in die Strafrunde. 

Nutznießer waren die Staffeln aus Russland, Frankreich und der Ukraine, die praktisch zeitgleich zum ersten Wechsel kamen. Anton Shipulin, Jean Guillaume Beatrix und Serhiy Semenov übergaben an Andrei Makoveev, Simon Fourcade sowie Serguei Sednev. Andi Birnbacher löste Simon Schempp mit zwölf Sekunden Rückstand als Fünfter ab.

Und der schloss sich nach dem dritten Schießen der Spitzengruppe an, zu der mittlerweile auch die Tschechen gehörten. Beim Stehendanschlag fiel Birnbacher aber wegen dreier Nachlader 13 Sekunden hinter die Spitze zurück und übergab als Dritter mit elf Sekunden Rückstand an Michael Greis. Für die Führenden Frankreich und Russland gingen Alexis Boeuf und Evgeniy Garanichev ins Rennen. Norwegen hatte sich dank Rune Bratsveen auf Rang fünf vorgearbeitet, Tarjei Boe übernahm.

Martin Fourcade zeigt Nerven

Und der Gesamtweltcup-Sieger gab Gas und konnte Greis nach dem fünften Schießen überholen, in Führung lag weiter Frankreich vor Russland. Und den Russen passierte das Gleiche wie den Norwegern zu Beginn, Garanichev musste in die Strafrunde, so dass Boe und Greis sich auf die Medaillenränge schoben. Vorne kamen die Franzosen mit 19 Sekunden Vorsprung auf Norwegen zum letzten Wechsel. Greis konnte Boe in der Loipe nicht folgen, behauptete aber den dritten Rang.

Und die 19 Sekunden waren nach dem vorletzten Anschlag dann hin. Martin Fourcade zeigte Nerven, so dass Schlussläufer Svendsen bis auf eine Sekunde herankam. Die Entscheidung fiel dann beim letzten Schießen. Zeitgleich begannen die Kontrahenten, Svendsen blieb fehlerfrei, während Fourcade drei Fahrkarten schoss und alle Nachlader brauchte. Der Vorsprung auf Deutschland war aber groß genug, so dass Frankreich die Silbermedaille nicht mehr zu nehmen war, Arnd Peiffer lief den dritten Rang sicher nach Hause.

sportal.de / sportal

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