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Muskeltraining: Warum verklebte Faszien Schmerzen auslösen: Tipps für Betroffene

Faszien durchziehen den ganzen Körper: Sie umgeben unsere Muskeln und machen sie dadurch stabil und elastisch. Verkleben die Fasern, leiden wir oftmals unter Beschwerden im Rücken-, Nacken- und Schulterbereich.

Verklebte Faszien führen zu Rückenbeschwerden

Verklebte Faszien wirken sich negativ auf Rücken, Nacken- und Schulterbereich aus

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Alle Muskelfasern, Muskelstränge und Muskelgruppen in unserem Körper werden von Faszien umspannt. Dabei handelt es sich um eine Art netzartiges Bindegewebe, das sehr reißfest und dennoch äußerst elastisch ist. Seine Aufgabe besteht vor allem darin, unseren Bewegungsapparat so agil wie möglich zu halten. Durch mangelnde Bewegung, Stress, Übersäuerung oder eine Schonhaltung können die Faszien jedoch verkleben oder verhärten und somit Beschwerden im Rücken-, Nacken- und Schulterbereich als auch in den Gelenken hervorrufen. Aus diesem Grund wurden spezielle Methoden entwickelt, die aneinanderhaftenden Fasern wieder zu lösen. Wie Sie Ihre muskuläre Funktionstüchtigkeit verbessern und die Schmerzen reduzieren können, erfahren Sie hier.

Verklebte Faszien erkennen: Darauf müssen Sie achten

Auch wenn verklebte Faszien als häufigste Ursache für Beschwerden im gesamten Rückenbereich genannt werden, können auch andere gesundheitliche Probleme Schmerzen auslösen. Ein wichtiges Indiz, das dafür spricht, ist Ihre Haut, die auf Druck schmerzempfindlich reagiert.

Um herauszufinden, ob Störungen im Fasziensystem vorliegen, gehen Sie wie folgt vor: Nehmen Sie eine Hautfalte der betroffenen Region zwischen die Finger und heben diese vorsichtig an. Empfinden Sie dabei Schmerzen, sind verklebte Faszien dafür verantwortlich. Noch eindeutiger ist die Diagnose, wenn die Hautfalte in der schmerzempfindlichen Region dicker ist – in dem Fall hat sich zu viel Flüssigkeit angestaut, die der Körper nicht mehr richtig abtransportieren kann.

So können Sie verklebte Faszien lösen

Mit der Einführung der Faszienrolle wurde eine neue Methode entwickelt, mit der Sie Ihre Muskeln und das Bindegewebe selbst massieren können – und zwar allein durch die Kraft des eigenen Körpers. Richtig angewendet, können Sie schmerzhafte Verspannungen im Rücken-, Nacken- und Schulterbereich lösen. Ganz ohne Medikamente oder den Gang zum Arzt. Je nachdem, welchen Bereich Sie bearbeiten bzw. lockern wollen, gibt es verschiedene Arten von Hartschaumrollen.

Wie Sie diese korrekt anwenden, wird in verschiedenen Videos demonstriert. Im Folgenden stellen wir Ihnen ein paar Beispielvideos zu den jeweiligen Trainingsgeräten vor:

1. Die Faszienrolle ist der Klassiker unter den Trainingsgeräten aus Hartschaum. Sie ist in unterschiedlichen Größen und Härtegraden erhältlich, ihre Funktion ist jedoch immer die gleiche – das Massieren der Muskeln und des Bindegewebes. Egal, ob Sie die Rolle im Stehen oder im Liegen nutzen: Richtig angewendet kann die Rolle verklebte Faszien lösen und verhärtete Muskeln lockern. Die glatte Oberfläche ist für den Rücken genauso gut geeignet wie für Bauch, Beine, Po und sogar die Füße.
Die Rolle gibt es hier.

Wie Sie die Rolle korrekt anwenden, erfahren Sie in diesem Video:

Tipp: Alternativ dazu gibt es das Faszientraining für Rücken und Nacken auch als Buch und auf DVD.

2. Der Doppelball ist eine Kombination aus zwei Faszienbällen, mit denen Sie Muskelstränge parallel bearbeiten. Aus diesem Grund eignet sich das Trainingsgerät auch besonders gut, um verklebte Faszien und schmerzhafte Triggerpunkte – also Muskelverkrampfungen – rund um die Wirbelsäule und den Nacken mithilfe einer punktuellen Massage zu lösen. Durch die korrekte Anwendung können Sie darüber hinaus auch die Durchblutung der Muskeln verbessern, sodass sich die betroffenen Faszien schneller regenerieren können.
Den Doppelball gibt es hier.

Wie Sie mit dem Doppelball korrekt trainieren, erfahren Sie hier:

3. Der Faszienball ist dafür gedacht, um verklebte Faszien punktuell zu massieren. Durch die geringe Auflagefläche und den Härtegrad können vor allem Triggerpunkte gezielt behandelt und verspannte Muskeln gelockert werden. Er ist in zwei verschiedenen Größen – acht und zwölf Zentimeter – erhältlich, sodass der Faszienball nicht nur punktuell, sondern auch großflächiger angewendet werden darf. Durch seine handliche Größe kann das Trainingsgerät überall mit hingekommen und somit auch unterwegs (im Büro oder im Urlaub) eingesetzt werden.
Den Ball gibt es hier.

In diesem Video wird die korrekte Anwendung gezeigt:

Tipp: Für eine optimale Behandlung können Sie die Trainingsgeräte miteinander kombinieren. Hier gibt es das Set.

4. Der Twister ist für Hartgesottene. Durch seine genoppten Oberfläche ist die punktuelle Stimulation einzelner Muskelpartien besonders effektiv, aber auch schmerzhafter als die anderen Hartschaumrollen. Mithilfe von Druck und Drehbewegungen können Sie verklebte Faszien und Triggerpunkte ebenfalls gezielt behandeln – egal, ob im Stehen oder im Liegen, auf dem Boden oder an der Wand.
Den Twister gibt es hier.

Wie der Twister gezielt eingesetzt wird, verrät dieses Video:

Quelle: YouTube

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