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Rede zur Lage der Nation "Babys werden kurz vor der Geburt aus der Gebärmutter gerissen": Trumps Lügen zum Thema Abtreibung

US-Präsident Donald Trump hat in seiner Rede zur Lage der Nation mehr als einmal gelogen. Auch seine Statements zum Thema Abtreibung entsprechen nicht den Fakten.


„New Yorker Gesetzgeber haben sich über die Verabschiedung von Gesetzen gefreut, die es erlauben, dass ein Baby aus der Gebärmutter seiner Mutter gerissen wird – nur Momente vor der Geburt.“ Donald Trump


Das ist falsch. Hier die Fakten: Die Gerichte des US-Bundesstaats New York haben am 22. Januar ein eigenes Gesetz zur Reproduktionsgesundheit erlassen. Das New Yorker Gesetz schützt das Recht auf eine legale Abtreibung unter medizinischer Versorgung. Worauf Trump abzielt, ist die Debatte um die sogenannten Spätabtreibungen. Die New Yorker Gesetzesänderung macht Spätabtreibungen allerdings nur dann legal, wenn es gesundheitliche Risiken für die Mutter gibt oder der Fötus nicht lebensfähig ist. Zudem stellt das neue Gesetz klar, dass Ärzte und Klinikpersonal für einen Schwangerschaftsabbruch nicht strafrechtlich belangt werden können. Trump will Abtreibungen ab der 21. Woche generell verbieten.


„Um die Würde jedes Menschen zu schützen, fordere ich vom Kongress, dass Spätabtreibungen von Kindern, die den Schmerz in der Gebärmutter ihrer Mutter spüren können, verboten werden.“ Donald Trump


Einer Studie zufolge, werden in den USA nur 1,3 Prozent aller Abtreibungen nach der 21. Schwangerschaftswoche vorgenommen. Die Präsidentin der NGO „Planned Parenthood“ kritisiert Trumps Statements scharf.


„Ich komme gerade von Trumps Rede zur Lage der Nation zurück und ich bin sehr wütend. Als Ärztin weiß ich, dass er versucht, die Gesundheitsversorgung für Frauen zu beschränken – dazu nutzt er Lügen. Abtreibungen sind sichere, legale, medizinische Verfahren, die eine von vier Frauen im Leben durchschnittlich vornehmen lässt. Sie sind Teil der Reproduktionsgesundheitsversorgung, was schlicht Gesundheitsversorgung ist.“ Leana Wen


Der Zugang zu legalen und medizinisch betreuten Schwangerschaftsabbrüchen gerät in den USA unter Trump immer mehr unter Druck.
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US-Präsident Donald Trump hat seine Rede zur Lage der Nation genutzt, um gegen Abtreibungen Stimmung zu machen. Dabei entsprechen seine Worte wie so häufig nicht der Wahrheit. Hier die Fakten. 

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