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Sicherheitsbedenken London verbietet Übernahme von britischem Chiphersteller durch chiensisches Unternehmen

Handelsminister Grant Shapps
Nein danke: Handelsminister Grant Shapps legt sein Veto bei der Übernahme eines britischen Chipherstellers durch ein chinesisches Unternehmen ein
© Justin Tallis / AFP
Die Debatte um Chinas Einfluss geht weit über die Grenzen Deutschlands hinaus. So hat die britische Regierung entschieden, dass ein Halbleiterunternehmen nicht vollständig von einer chinesischen Firma übernommen werden darf.

Die britische Regierung hat die vollständige Übernahme eines britischen Halbleiterunternehmens durch ein chinesisch kontrolliertes Unternehmen verboten. Handelsminister Grant Shapps legte am Mittwoch nach Regierungsangaben sein Veto gegen die Übernahme des größten britischen Chip-Herstellers Newport Wafer Fab durch das Unternehmen Nexperia ein. Grund der Entscheidung sei eine "umfassende Bewertung der nationalen Sicherheit".

Shapps wies Nexperia an, mindestens 86 Prozent der Anteile an dem walisischen Halbleiter-Unternehmen zu verkaufen, um "mögliche Gefährdungen der nationalen Sicherheit" abzuwenden, erklärte ein Regierungssprecher.

Das Unternehmen Nexperia hat seinen Sitz in den Niederlanden, befindet sich jedoch im Besitz des chinesischen Smartphone-Herstellers Wingtech. Nexperia hatte Newport Wafer Fab im Juli vergangenen Jahres gekauft. Der Kauf eines der führenden britischen Industrieunternehmens durch eine chinesische Firma war in Großbritannien angesichts wachsender Spannungen zwischen London und Peking  auf erhebliche Kritik gestoßen.

CHina hat bereits deutschen Chiphersteller übernommen

Auch in Deutschland will das Bundeswirtschaftsunternehmen die Übernahme der Chip-Fertigung des Dortmunder Unternehmens Elmos durch den chinesisch kontrollierten Konkurrenten Silex wegen einer möglichen "Gefährdung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit" verbieten.

Die Debatte um Chinas Einfluss in Deutschland hatte im Zuge des Einstiegs der chinesischen Staatsreederei Cosco beim Hamburger Hafen an Fahrt aufgenommen. Das Bundeskabinett gab im Oktober trotz breiter politischer Bedenken grünes Licht. Auf Druck mehrerer Ministerien, allen voran des Bundeswirtschaftsministeriums, wurde dem Staatskonzern aber nur eine Beteiligung von weniger als 25 Prozent erlaubt.

cl AFP

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