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Corona in Großbritannien "Hört bitte auf!": Intensivkrankenschwester appelliert unter Tränen an Hamsterkäufer

Eine Krankenschwester steht in Schutzkleidung neben einem Auto
Krankenhauspersonal ist auch in Großbritannien gerade außergewöhnlich gefordert (Symbolbild)
© Michael Cooper / DPA
Eine Krankenschwester aus York bekommt nach ihrer Schicht keine Lebensmittel mehr. Zu viele Briten haben Hamsterkäufe getätigt. Jetzt richtet sie in einem Video einen Appell an die Bürger. 

Die Botschaft einer verzweifelten Intensivkrankenschwester aus Großbritannien geht gerade um die Welt. Auf ihrem privaten Facebook-Account hat Dawn Bilbrough ein Video geteilt, das sie in ihrem Auto zeigt, nachdem sie versucht hatte, einkaufen zu gehen. Nach einer 48-Stunden-Schicht im Krankenhaus wollte sie sich mit Lebensmitteln versorgen, fand jedoch nur noch leergeräumte Regale vor. 

Bei den Zuständen, die sie vorfand, wisse sie nicht mehr, wie sie zukünftig bei Gesundheit bleiben soll, sagt sie. Ihr seien im Supermarkt beim Anblick der leeren Regale die Tränen gekommen. 

Vielerorts zeigen die Menschen Solidarität mit den Berufsgruppen, die im Moment wichtig sind

Die Krankenschwester appelliert mit Nachdruck an die Gemeinschaft, keine Hamsterkäufe zu tätigen. Jeder müsse Zugriff auf Grundnahrungsmittel haben. Sie betont außerdem, es seien Menschen wie sie, die sich im Ernstfall um Patienten kümmern müssten.

Die Bedeutung der Berufsgruppen, die in der aktuellen Situation wertvolle Arbeit leisten und die Versorgung sowie das Gesundheitssystem am Laufen halten, ist groß. In vielen Städten in ganz Europa haben sich an den vergangenen Abenden Menschen versammelt,  um ihren Alltagshelden Beifall zu klatschen.

Quellen: Dawn Bilbrough auf Facebook / London Evening Standart

las

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