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Interview

"Die Höhle der Löwen": "Calligraphy Cut": Dieser Friseur verspricht die Revolution des Haareschneidens

Friseurmeister Frank Brormann sorgt in der "Höhle der Löwen" mit einem patentierten Haar-Skalpell für Furore. Mit dem "Calligraphy Cut" will der Gründer das Haareschneiden auf ein neues Level heben. Wie soll das funktionieren?

Friseur Frank Brormann präsentiert den Calligraphy Cut in der "Höhle der Löwen"

Friseur Frank Brormann präsentiert den Calligraphy Cut in der "Höhle der Löwen"

MG RTL D

Herr Brormann, Sie versprechen nichts weniger als die Revolution des Haareschneidens. Warum ist der "Calligraphy Cut" der gewöhnlichen Friseurschere überlegen?

Bisher haben Friseure mit einer Schere oder einem Messer die Haare auf Form oder auf Länge geschnitten, mit dem Calligraphen kommt eine neue Dimension hinzu. Der Calligaphy Cut macht die Frisur, er macht das Haar 'easy to style'. Alle Frauen wünschen sich Haare, die nicht mehr splissen, glänzen und einfach zu stylen sind. Mit dem Calligraphen wird dieser Traum wahr.

"Die Höhle der Löwen" zum Lesen: Die zweite Ausgabe des Magazins zur Sendung erscheint am 13.November 2018. Hier können Sie das Heft portofrei bestellen.

"Die Höhle der Löwen" zum Lesen: Die zweite Ausgabe des Magazins zur Sendung erscheint am 13.November 2018. Hier können Sie das Heft portofrei bestellen.

Wie stark unterscheidet sich das Ergebnis wirklich?

Im September dieses Jahres habe ich mit dem Calligraphy Cut den Seifriz Preis verliehen bekommen. Er wird für den vorbildlichen Wissenstransfer zwischen Handwerk und Forschung verliehen. Basis dafür war eine Studie der Fachhochschule Münster/Steinfurt. In dieser Studie wird der Schnittpunkt an Haaren untersucht. Die Proben wurden mit Scheren, Messern und dem Calligraphen geschnitten. Der im Instrument eingebaute 21-Grad-Winkel des patentierten Calligraphen "The 21" stellt sicher, dass das Haar immer in einem konstanten Winkel geschnitten wird. Das Haar erhält hierdurch einen gezielten Bewegungsimpuls und wird flexibler und elastischer. Das Ergebnis der Studie zeigt deutlich, dass Haare, welche mit dem Calligraphen geschnitten werden, in der Spitze mehr Licht reflektieren und somit mehr glänzen. Die vergrößerte Oberfläche der Haarspitze kann mehr Pflege aufnehmen. Das Haar neigt zu weniger Spliss. Nach Versiegelung der Haarspitze durch spezielle Haarpflege Produkte findet Spliss erst deutlich später statt.

Wie sind Sie auf die Idee für Ihr Haar-Skalpell gekommen?

Beim Anschneiden von Schnittblumen habe ich erkannt, dass durch den schrägen Anschnitt die Oberfläche größer wird und dies das Geheimnis der Frische der Blumen ist. Also warum machen wir Friseure das nicht mit Haaren. Eine Frau hat zwischen 80.000 und 100.000 Haare, und bei all diesen Haaren die Spitze vergrößern? Das war der Impuls.

Wie viele Friseure setzen den Calligraphy Cut bereits ein?

In Deutschland wird der Calligraphy Cut in 425 Salons angeboten, in Österreich 50 und in den USA in cirka 80 Salons. Weitere Salons sind auch in Frankreich, Belgien, Holland, Ungarn, Polen, Luxemburg, Schweiz und Kanada. 

Kann man das auch als Laie zu Hause machen oder muss man die Technik professionell lernen?

Den Calligraphen kann man erst nach einer absolvierten Ausbildung und Zertifizierung erwerben. Er kann von Laien zu Hause nicht angewendet werden. 

Carsten Maschmeyer in der "Höhle der Löwen"
bak
Themen in diesem Artikel
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?