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"Die Höhle der Löwen": Der Fenster-Schnapper sperrt die Einbrecher aus

Für nur 20 Euro macht der Fenster-Schnapper ein Fenster weitgehend einbruchssicher. Die Sicherung ist solide, einfach und arbeitet ohne Elektronik. Erfinder Detlev Sommer braucht finanzielle Unterstützung, um seine Erfindung vor Nachahmern zu schützen.

Detlev Sommer demonstriert den Fenster-Schnapper

Detlev Sommer demonstriert seine Erfindung. Mit dem Fenster-Schnapper lässt sich das Fenster nicht mehr aufhebeln.

Alle drei Minuten wird in Deutschland eingebrochen. Die potentiellen Opfer sind alarmiert und rüsten auf. Eine einfache und effektive Möglichkeit Haus und Wohnung zu sichern, bietet der "Fenster-Schnapper". Er verhindert das sogenannte Aufhebeln von Fenstern. Gerade bei modernen Drehkippfenstern ist das die beliebteste Art, in ein Haus einzusteigen. 

Schraubenzieher genügt

Einbrecher meiden die Fronttür und versuchen durch ein Fenster im Erdgeschoss oder Keller in das Haus zu gelangen. Normale Drehkippfenster werden durch kleine Rollen in ihrem Rahmen fixiert. Sie rasten in die Fassungen eines Stahlbandes ein. Beide Teile überlappen nur wenige Millimeter. Mit einem Brecheisen kann genügend Druck ausgeübt werden, so dass Rollen und Scharniere auseinander gehen, dann lässt sich das Fenster öffnen. Mit etwas Übung lässt sich das fast lautlos bewerkstelligen.

Hier setzt nun der Schnapper ein. Erfunden hat ihn Detlev Sommer (56). Der Schnapper wird im Mauerwerk um das Fenster mit vier Dübeln verankert. Das solide gebaute Teil besitzt einen Klappmechanismus mit mechanischer Feder. Wird das Fenster geschlossen, wird der Schnapper zur Wand geschoben und das Fenster gleitet über ihn hinweg. Zum Öffnen muss der Schnapper mit der Hand an die Wand gedrückt werden, um Platz zu machen. Wird das Fenster aufgehebelt, drückt es an die aufgeklappte Front des Schnappers. Um die Sicherung mit vier Dübeln aus der Wand zu drücken, müssten die Diebe ungeheuren Druck ausüben.

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Günstiges Angebot

Mit Preisen um 20 Euro ist der Schnapper relativ günstig. Die Montage kann jeder Heimwerker leicht durchführen. Allerdings muss jedes Fenster separat gesichert werden, insofern summiert sich die Installation bei einem Haus durchaus. Vier Exemplare kosten 69,99 Euro. Detlev Sommer geht in die "Höhle der Löwen", weil er sein Produkt vor Nachahmern schützen will. Der Schnapper ist noch nicht patentiert. Sommer benötigt 50.000 Euro und bietet 20 Prozent seiner Firmenanteile an.

Um das Fenster zu öffnen, muss der Schnapper an die Wand gedrückt werden.

Um das Fenster zu öffnen, muss der Schnapper an die Wand gedrückt werden.


Unser Eindruck

Der Schnapper macht einen soliden Eindruck und erfüllt seinen Zweck. In den meisten Neubauten dürfte er problemlos passen. In Altbauten mit Holzfüllungen um die Fenster sieht es anders aus, ebenso wenn der Abstand zwischen Mauerwerk und Fenster sehr groß ist, oder die Mauer nicht senkrecht an das Fenster anschließt. Die Seite des Fensters mit dem Griff muss zudem an einer stabilen Wand anliegen. Wenn zwei Fenster direkt nebeneinander verbaut wurden oder eine Terrassentür neben einem Fenster liegt, gibt es keinen Ansatzpunkt für die Montage. Aber trotz dieser Ausnahmen: Bei den meisten Fenstern sollte es passen.

Absolute Sicherheit gibt es nicht

Total einbruchssicher ist der Schnapper nicht. Er erschwert den Einbruch. Sein Einbau soll dazu führen, dass die Einbrecher sich ein leichteres Objekt suchen. Funktioniert das St.Florians-Prinzip nicht, werden professionelle Einbrecher aber so oder so in das Haus gelangen. Fenster mit einer einbruchshemmenden Plastikfolie zwischen den Glasscheiben sind schwer zu zerstören. In einem normalen Fenster ist es aber kinderleicht, ein Loch in das Glas zu schlagen. Dazu benötigt man nur ein Tuch und einen Hammer. Und schon ließe sich der Schnapper öffnen. Alternativ kann auch der Fensterrahmen aufgebohrt oder aufgeschnitten werden. 

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